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Zementit



Zementit ist eine Verbindung von Eisen und Kohlenstoff der Zusammensetzung Fe3C (ein Eisencarbid) und tritt als metastabile Phase in Stahl und Gusseisen auf. Bei langen Glühzeiten oder extrem langsamer Abkühlung zerfällt der metastabile Zementit in Eisen und Graphit.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Kristallstruktur von Zementit ist relativ kompliziert. In einer orthorhombischen Elementarzelle befinden sich zwölf Eisen- und vier Kohlenstoffatome, wobei die Kohlenstoffatome relativ unregelmäßig (zweifach überkappt trigonal-prismatisch) von acht Eisenatomen umgeben sind.

Zementit ist sehr hart (HV=800) und verschleißfest, aber spröde und daher schlecht formbar. Er hat eine geringere Dichte als Eisen und ist magnetisch, beim Erwärmen geht der Magnetismus bei 215 °C verloren.

Als Primärzementit (Fe3CI) wird Zementit bezeichnet, das durch eine Kristallisation aus der Schmelze hervorgegangen ist (Linie CD). Sekundärzementit (Fe3CII) entsteht durch Ausscheidung aus dem Austenit (Linie ES), Tertiärzementit (Fe3CIII) durch Ausscheidung aus dem Ferrit (Linie PQ).

In der Mineralogie ist Zementit unter dem Namen Cohenit als meteoritisches Nickel-Eisen-Mineral in Verbindung mit Cobalt ( [Fe, Ni, Co]3C ) bekannt.

Siehe auch: Eisen-Kohlenstoff-Diagramm

 
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