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Diacylglycerol



  Bei Diacylglycerol handelt es sich um ein Produkt der Spaltung des Membranlipids Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2) durch Phospholipase C (PLC) in das cytosolische Inositoltrisphosphat (IP3) und das membranständige Diacylglycerol.

Diacyglycerol wird häufig in Second-Messenger-Systemen verwendet. Es rekrutiert Enzyme an die Zellmembran und verankert sie dort.

Unter anderem ist es an der Aktivierung von Proteinkinase C (PKC) und Munc 13-1 beteiligt. Die Proteinkinase C phosphoryliert dann Enzyme im Cytosol und beeinflusst damit die Genexpression. Munc 13-1 ist ein Protein, das bei der Ausschüttung von Transmittern in den synaptischen Spalt eine Rolle spielt.

Bedeutung in der Medizin

Erhöhte Blutzuckerspiegel führen bei Patienten mit Diabetes mellitus zu einem Anstieg der Diacylglycerol-Konzentration in der Zelle und so zu einer Aktivierung der Proteinkinase C. Dies fördert die Produktion von extrazellulärer Matrix und Zytokinen, erhöht die Kontraktilität und Permeabilität (Durchlässigkeit) von Blutgefäßen, steigert des Zellwachstum in Blutgefäßen, aktiviert die Phospholipase A2 und hemmt die Na+/K+-ATPase. Die Folge sind Gefäßschäden der Netzhaut des Auges, der Niere und des Herzens[1].

Quellen

  1. D Koya, GL King.: Protein kinase C activation and the development of diabetic complications Diabetes 47: 859-866.
 
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