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Glutinleim



Glutinleim ist ein natürlicher Klebstoff, der aus tierischen Abfällen wie Häuten und Knochen durch Auskochen gewonnen wird. Glutinleim ist ein Warmleim, denn er wird zur Verarbeitung erwärmt. Leimungen, welche mit Glutinleim ausgeführt worden sind, sind elastisch, jedoch nicht wärme- oder feuchtigkeitsbeständig. Spezielle Arten des Glutinleims sind Hautleim und Knochenleim.

Glutinleim findet Anwendung in der Malerei, wo es als Bindemittel von Grundierungen für Gemälde eingesetzt wird. Auch beim Buchbinden wird Glutinleim eingesetzt. Die Zugabe von Glutinleim verzögert das Aushärten von Gips, daher wird er häufig in der Restaurierung von Stuckdecken und bei der Konservierung genutzt. Außerdem wird Glutinleim im Geigenbau verwendet, da er wasserlöslich ist.



Im Instrumentenbau findet der Knochen- oder Hautleim noch sehr oft Verwendung.

Besonders im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk werden Glutinleime für den Balgbau und andere Lederklebungen verwendet. Für beanspruchtes Leder eignet sich am besten Hautleim, da dieser nach dem aushärten am meisten Elastizität behält.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Glutinleim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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