Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Reibungselektrizität



Die Reibungselektrizität ist ein Spezialfall der Berührungselektrizität. Diese beruht auf dem energetisch günstigen Übergang von Elektronen zwischen zwei sich berührenden Stoffen in Folge der Verschiedenheit der Dielektrizitätskonstante. Es gehen solange Elektronen über, bis die sich dadurch aufbauende Potenzialdifferenz (Berührungsspannung) den Energiegewinn wettmacht.

Die Reibung sorgt für eine effektive Ausprägung der Berührungselektrizität, weil für letztere molekulare Abstände erforderlich sind, die sich bei normalen Stoffen auf nur geringste Anteile der scheinbaren Berührungsfläche beschränkten. Durch Reiben wird für deutlich größere Bereiche der wirklichen Oberfläche vorübergehend eine hinreichende Annäherung der Stoffe erreicht.

Beispiel: Bernstein / Wolle oder Polypropylen / trockenes Papier

Die triboelektrische Reihe (tribos, griechisch: "eine Reibung") gibt die Affinität für Elektronen eines Materials an. Je weiter oben ein Material in der Reihe steht, desto mehr Elektronen wird es bei Berührung an ein tiefer stehendes Material abgeben. Die tatsächliche Quantität der Ladungstrennung hängt jedoch von weiteren Faktoren wie Temperatur, Oberflächenbeschaffenheit usw. ab.

+ positives Ende der Reihe
Asbest
Glas
Nylon
Wolle
Blei
Seide
Aluminium
Papier
Baumwolle
Stahl
Hartgummi
Nickel und Kupfer
Messing und Silber
Synthetischer Gummi
Orlon
Saran
Polyethylen
Teflon
Silikon
- negatives Ende der Reihe
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Reibungselektrizität aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.