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02.09.2009: Die Chemie-Industrie spielt mit ihren Produkten eine wesentliche Rolle beim Klimaschutz. Das ist das Ergebnis einer Studie des Weltchemieverbandes ICCA, die der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt am Main vorstellte: „Chemieprodukte helfen enorm beim Klimaschutz. Sie vermeiden viel mehr Treibhausgase als ihre Produktion verursacht. Das können wir als erste Branche auch wissenschaftlich belegen“, sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann.
Die Studie entstand unter Mitwirkung von McKinsey und wurde vom Öko-Institut Freiburg überprüft. Sie errechnete für über 100 repräsentativ ausgewählte Chemieprodukte, wie viel Treibhausgas-Emissionen jedes Produkt in seinen Anwendungen über die ganze Lebenszeit einspart. Dieser Wert wurde mit den Emissionen verglichen, die in der Produktion von der Rohstoffversorgung bis zur Entsorgung anfallen. Produkte wie Dämmstoffe, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Energiesparlampen und Kunststoff-Verpackungen tragen dazu bei, dass die Bilanz positiv ausfällt. „Selbst bei vorsichtiger Rechnung sparen Chemieprodukte heute insgesamt mehr als doppelt so viele Treibhausgas-Emissionen ein wie sie verursachen. Ohne die Chemie wären die weltweiten Emissionen 2005 um zehn Prozent höher gewesen“, erklärte Tillmann.
Bis zum Jahr 2030 wird der Einspareffekt von Chemieprodukten laut Studie weiter wachsen. Wie stark, hänge auch von den Rahmenbedingungen ab, so Tillmann: „Die deutsche Chemie-Industrie ist Vorreiter im Klimaschutz, sie arbeitet hoch effizient und entwickelt schon die klimaschonenden Technologien der nächsten Generation. Damit wir aber wettbewerbsfähig bleiben, muss die Bundesregierung auf ein globales Klimaabkommen mit gleichen Bedingungen für alle drängen. Wenn wegen des ungleichen Wettbewerbs Produktion in Europa verloren geht, gefährdet das nicht nur Jobs, sondern auch das Klima.“
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