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Chloramin T



Strukturformel
Allgemeines
Name Chloramin T
Summenformel C7H7ClNNaO2S
CAS-Nummer 127-65-1 (Anhydrat), 7080-50-4 (Trihydrat)[1]
Kurzbeschreibung Weißes kristallines Pulver mit schwachem chlorähnlichem Geruch
Eigenschaften
Molare Masse 227,65 g/mol)[1]
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt 167-170 °C (Zersetzung)[1]
Löslichkeit

150 g/l in Wasser (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 22-31-34-42
S: (1/2-)7-22-26-36/37/39-45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Chloramin T bildet ein weißes kristallines Pulver mit schwachem chlorähnlichem Geruch, löst sich gut in Wasser (über 14,8g/100 ml bei 20°C), und ist unlöslich in unpolaren organischen Solventien. Es lässt sich unzersetzt aus heißem Wasser umkristallisieren, gibt beim Erhitzen Kristallwasser ab und zerfällt dann bei ca. 180°C explosionsartig. Chloramin T zersetzt sich an der Luft allmählich.

Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Chloramin T wird am besten hergestellt durch die Umsetzung von p-Toluolsulfonamid mit Natriumhypochlorit (siehe Gleichung).


Weitere Eigenschaften

Chloramin T wirkt in wässriger Lösung wie Hypochlorit, besitzt demgegenüber jedoch den Vorteil der längeren Haltbarkeit und ist weniger aggressiv, z.B. gegen die Haut oder andere organische Materialien, da es ein starkes Oxidationsmittel ist.

Da Chloramin T sich langsam an der Luft zersetzt, muss es unbedingt dunkel gelagert und in einem gut verschlossenem Gefäß aufbewahrt werden.

Verwendung

Chloramin T besitzt eine hohe bakterizide Wirksamkeit und ist ein kräftiges Oxidationsmittel. Es wird deshalb als Desinfektionsmittel, Antiseptikum und Desodorans in Medizin und Technik verwendet.

Chemische Zusammensetzung

In Chloramin T sind folgende chemische Elemente entalten:

Kohlenstoff (36,93 %), Chlor (15,57 %), Schwefel (14,09 %), Sauerstoff (14,07 %), Natrium (10,09 %), Stickstoff (6,12 %) und Wasserstoff (3,13 %).

Quellen

  1. a b c d BGIA-Gestis Gefahrstoffdatenbank
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chloramin_T aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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