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Differential-Thermoanalyse



      Die Differenz-Thermoanalyse (DTA) ist ein thermisches Verfahren zur Materialanalyse. Die DTA nutzt die Tatsache eines charakteristischen Energieumsatzes beim Phasenübergang zur qualitativen und quantitativen Analyse. Die Messung basiert auf einem Vergleich der Temperaturen der Probe und einer ausgewählten Referenzsubstanz in einer symmetrischen Meßkammer. Dabei weist die Referenzsubstanz im zu untersuchenden Temperaturbereich keine Phasenübergänge auf. Bei konstanter Energiezufuhr (Wärme) durch den Ofen wird über Temperaturfühler die Temperatur unter beiden Tiegeln (Probe und Referenz) gemessen und die Differenz aufgezeichnet. Eine solche Temperaturdifferenz erscheint nur bei Phasenübergängen, und aus dem Kurvenverlauf lassen sich somit Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Probe ziehen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Häufige Anwendungsgebiete der DTA sind die Untersuchung mineralischer Stoffe, wie z.B. die Entwässerung von Tonen und die Klinkerphasenbildung in Zementrohmehlen, die Erfassung der Reaktionswärme bei der Verbrennung von organischen Stoffen sowie die Charakterisierung von Kunststoffen.

Eine aus der DTA weiterentwickelte Methode ist die Dynamische Differenzkalorimetrie (Differential Scanning Calorimetry – DSC). Während bei der DTA die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Tiegeln (Probe und Referenz) als Funktion der zugeführten Energie bzw. der Temperatur der Referenzsubstanz direkt aufgezeichnet wird, wird bei der DSC daraus die Wärmestromdifferenz erfasst. Damit können charakteristische Temperaturen und kalorische Kenngrößen ermittelt werden.

Literatur

  • DIN 53765, DIN 51007, ASTM E 474, ASTM D 3418
  • W. F. Hemminger, H. K. Cammenga: Methoden der Thermischen Analyse Springer-Verlag, ISBN 3-540-15049-8, ISBN 0-387-15049-8
 
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