Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Dysproteinämie



Klassifikation nach ICD-10
E88.0 Dysproteinämie
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Als Dysproteinämie (giriech.: Vorsilbe dys- = Störung, Fehlbildung, Fehlfunktion; -ämie = "im Blut") ist eine Störung des Eiweißhaushalts im Blut, bei der es zu einem quantitativen Missverhältnis zwischen den Plasmaproteinen. Im Blutplasma kommen im Wesentlichen Albumine und Globuline (α, β- und γ-Globuline) vor. Sie lassen sich mit einer Serumelektrophorese auftrennen und anschließend quantitativ bestimmen. Dysproteinämien können angeboren oder erworben sein.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Zu den angeborenen Dysproteinämien gehört als wichtigster Vertreter der α₁-1-Antitrypsinmangel. Daneben gibt es zahlreiche seltenere angeborene Formen, z.B. Defektdysproteinämien, Analbuminämien und Atransferrinämien.

Zu erworbenen Dysproteinämien kommt es in Folge verschiedener Erkrankungen. Sie entstehen im Rahmen von paraneoplastischen Syndromen, Entzündungen, Leberkrankheiten, Plasmaproteinverlusten (z.B. bei nephrotischen Syndrom) und Antikörpermangelsyndromen. Auch erworbene Dysproteinämien können noch bei zahlreichen weiteren Erkrankungen auftreten.

Quellen

  • Hoffmann-La Roche AG, Urban & Schwarzenberg (Hrsg.): Roche Lexikon Medizin. 4. Auflage. Urban & Schwarzenberg, München, Wien, Baltimore, 1998, ISBN 3-541-17114-6.
  • Siegenthaler (Hrsg). Klinische Pathophysiologie. 9. Auflage. Georg Thieme Verlag Stuttgart 2006. ISBN 3-13-449609-7
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dysproteinämie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.