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Gastrin



Gastrin oder Polypeptid 101 (PP 101) ist ein Peptidhormon des Magen-Darm-Trakts und übt – neben anderen Wirkungen – den stärksten Reiz für die Produktion von Magensäure aus.

Strukturell ist es eng verwandt mit Cholecystokinin. Das Gastrin wird in den G-Zellen im Antrum des Magens und im Duodenum gebildet und von dort über Blutgefäße zu seinen Wirkorten transportiert. Selten kann eine vermehrte Gastrinproduktion durch einen hormonproduzierenden Tumor, ein sogenanntes Gastrinom, vorkommen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Formen

Die drei Formen des Gastrin unterscheiden sich in der Länge ihrer Peptidkette:[1]

  • Big-Gastrin (34 Aminosäuren)
  • Gastrin I und II (17 Aminosäuren)
  • Mini-Gastrin, auch Gastrin(5-17) (14 Aminosäuren)

Steuerung der Abgabe

Die Sekretion von Gastrin wird stimuliert durch:

  • die Dehnung des Magens
  • Proteine und Peptide in der Nahrung
  • pH-Wert über 2,5
  • Reizung des Nervus vagus und die darauf folgende Ausschüttung von GRP (Gastrin Releasing Peptid) und Acetylcholin
  • Alkohol, Coffein,nicht durch Methylxanthine (erstmals S.E.Miederer: Gastrin release by methylxanthine, Klin. Wochenschr. 51(1973)42)

Die Sekretion wird gehemmt durch:

Wirkung

Gastrin wirkt auf den Magen. Es stimuliert:

  • die glatte Muskulatur des Magens
  • die Produktion von Pepsinogen in den Hauptzellen des Magens
  • die Salzsäure-Produktion der Belegzellen (Aktivierung der PLCβ)
  • die Histamin-Produktion der Enterochromaffinen Zellen

Quellen

  1. UniProt P01350

Siehe auch

  • Zollinger-Ellison-Syndrom
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Gastrin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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