Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Hauyn



Hauyn
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus Na3Ca(Si3Al3)O12(SO4)
Mineralklasse Silikate und Germanate
VIII/J.11-30 (nach Strunz)
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse
Farbe blau, braun, gelb, grau, grün, grünblau, rot, weiß
Strichfarbe hellblau bis bläulich-weiß
Mohshärte 5,5 bis 6
Dichte (g/cm³) 2,4 bis 2,5
Glanz Fettglanz, Glasglanz
Transparenz transparent bis durchscheinend
Bruch muschelig
Spaltbarkeit sehr gut nach (110)
Habitus würfelig, rhombendodekaedrisch
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung häufig nach [111]
Kristalloptik
Brechzahl n = 1,502
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale Sodalith, Nosean, Lasurit
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Hauyn (auch Haüyn, veraltet Hauynit) ist ein Mineral aus der Mineralklasse der Silikate und der Ordnung der Gerüstsilikate (Tektosilikate). Hauyn kristallisiert im kubischen Kristallsystem und gehört als Mitglied der Sodalithgruppe zu den Foiden. Das meist in verschiedenen Blautönen, aber auch in mehreren anderen Farben vorkommende Mineral ist transparent oder durscheinend, hat eine Mohshärte von 5,5 bis 6 und eine Dichte von 2,4 g/cm³. Die chemische Zusammensetzung von Hauyn ist schwer zu ermitteln, da es sich zumeist um komplexe Mischkristalle zwischen verschiedenen Gliedern der Sodalithgruppe (hauptsächlich Sodalith, Nosean und Lasurit) handelt. Daher werden in der Literatur unterschiedliche chemischen Formeln genannt, neuere Quellen geben sie idealisiert als Na3Ca(Si3Al3)O12(SO4) an.


Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Hauyn wurde erstmals im Jahre 1807 vom Monte Somma in Italien beschrieben. Es ist nach dem französischen Mineralogen René-Just Haüy (1743-1822) benannt.

Bildung und Fundorte

Hauyn ist ein häufig auftetendes, zum Teil sogar gesteinsbildendes Mineral in SiO2-untersättigten Vulkaniten und bildet sich in diesen in der Spätphase der magmatischen Differentationsfolge. Hauyn kommt in Deutschland unter anderem in der Eifel im Bereich des Laacher-See-Vulkans vor.

Verwendung

Klare, intensiv gefärbte Hauynkristalle können geschliffen und als Schmuckstein verarbeitet werden.

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hauyn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.