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Kimberlit



Der Kimberlit ist ein olivin- und phlogopithaltiges, blaugrün bis schwarzes ultramafisches Gestein magmatischen Ursprungs, das zur Gruppe der Peridotite gerechnet wird und akzessorisch Diamanten führen kann. Weitere Bestandteile sind Orthopyroxen, Klinopyroxen, Rutil, Perowskit und pyropreicher Granat. Die Zusammensetzung von Kimberlit entspricht der seines Ursprungsgebietes, dem Oberen Erdmantel. Die Dichte liegt zwischen 3,3 und 5,7.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Etymologie

Der Kimberlit wurde nach der südafrikanischen Stadt Kimberley oder dem damaligen Staatssekretär für Kolonien, dem Earl of Kimberley benannt.

Entstehung und Abbau

Das Gestein wird durch die so genannten Pipes an die Oberfläche befördert. Hierbei handelt es sich um sehr tief reichende, senkrechte Schlote vulkanischen Ursprungs. Aus diesem Grund treten Kimberlite an der Erdoberfläche fast vollständig als vulkanische Trümmergesteine (Brekzien) auf. Nur in den Wurzelzonen der Pipes findet sich Kimberlit auch als erstarrtes Ganggestein. Es enthält neben Diamanten auch Bruchstücke von anderem Fremdgestein (Xenolithe), die von den Eruptionen aus der tiefen Erdkruste mit in die Höhe gerissen wurden, vor allem Eklogit. Dort, wo die Kimberlite unter eher ruhigen Bedingungen in Spalten und Gänge eingedrungen sind, finden sich übrigens keine Diamanten. Das zunächst bläulich-grüne Gestein (Blue Ground) nimmt unter dem Einfluss der Verwitterung an der Erdoberfläche eine gelblich-braune Färbung an (Yellow Ground).

Entstanden sind die meisten heutigen Kimberlite vor 70 bis 150 Millionen Jahren, der älteste Kimberlit allerdings schon vor ca. 1,2 Milliarden Jahren. Sie kommen in Afrika, Australien, Nordamerika, Indien, Brasilien und Sibirien vor. Allgemein ist das Auftreten von Kimberliten an kratonische Kontinentalblöcke gebunden.

Bei ausreichendem Gehalt können Kimberlitschlote primäre Lagerstätten für Diamanten darstellen. Verwittert der diamantführende Kimberlit, so können die durch Wasser umgelagerten Diamanten sekundäre Lagerstätten (z. B. Seifenlagerstätten in Bächen, Flüssen und an Küsten) bilden.

Geschichte

Der erste Kimberlit wurde 1880 in Südafrika gefunden. Später fand man auch in Sibirien diamantführende Kimberlite, Sierra Leone folgte 1961.

Siehe auch: Liste der Gesteine

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kimberlit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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