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Kongorot



Strukturformel
Allgemeines
Name Kongorot
Andere Namen
  • 3,3'-(4,4'-Biphenyldiylbisazo)bis- (4-amino-1-naphtalinsulfonsäure)- Dinatriumsalz (IUPAC)
  • Dinatrium-3,3'-((1,1'-biphenyl)- 4,4'-diylbis(azo))bis- (4-aminonaphthalin-1-sulfonat)
  • C.I. Direct Red 28
Summenformel C32H24N6Na2O6S2
CAS-Nummer 573-58-0 (Dinatriumsalz) [1]
Kurzbeschreibung rotbrauner Feststoff mit charakteristischem Geruch [2]
Eigenschaften
Molare Masse 696,66 g·mol−1
Schmelzpunkt >360 °C [1]
Löslichkeit

löslich in Wasser: 33 g·l−1, löslich in Ethanol, schwerer löslich in Aceton, praktisch unlöslich in Ether [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 45-63
S: 53-45
MAK

keine MAK, da krebserzeugend

LD50

143 mg·kg−1 (Ratte, oral) [2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Kongorot gehört wie beispielsweise Methylorange und Methylrot zur Gruppe der Azofarbstoffe und wird unter anderem als pH-Indikator verwendet. Kongorot schlägt bei pH 3,0–5,2 von blauviolett nach rotorange um und eignet sich daher als Indikator für die Säure-Base-Titration. Aufgrund dieser Eigenschaft setzte sich der Farbstoff beim Färben von Kleidung nicht durch.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Strukturformel zeigt ein undissoziiertes Kongorotmolekül. Jedoch wird Kongorot vorwiegend als Dinatriumsalz vertrieben und eingesetzt, bei dem beide Sulfonsäuregruppen (-SO3H) dissoziiert vorliegen. Die Werte der Tabelle beziehen sich ebenfalls auf das Salz.

Verwendung

In der Biologie wird Kongorot z. B. bei Fütterungsversuchen verwendet. Einzeller werden mit kongorot gefärbten Hefen gefüttert und man kann die Aufnahme der Nahrung und die enzymatische Verdauung beobachten.

In der Pathologie dient Kongorot zur Darstellung von Amyloidablagerungen (siehe Amyloidose)[3].

Quellen

  1. a b c Gefahrstoffdatenbank der Länder: http://www.gefahrstoff-info.de/. 19. Jun. 2007
  2. a b Herstellerangaben der Firma Merck: http://chemdat.merck.de/documents/sds/emd/deu/de/1013/101340.pdf. 19. Jun. 2007
  3. wissenschaft-online.de, Hoffnungsvoller Kontrast, abgerufen am 25. Juni 2007
 
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