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Titration



 

Die Titration oder Volumetrie ist eine Methode der quantitativen Analyse in der Chemie. Mit einer Bürette wird zu einem Stoff ein Reagenz bekannter Konzentration (Maßlösung oder Titrant genannt) hinzugetropft, bis die Äquivalentstoffmengen gleich sind und der in der Probelösung enthaltene Indikator sich färbt ("Äquivalenzpunkt", sprunghafter Anstieg der Titrationskurve). An der Bürette wird das verbrauchte Volumen abgemessen und über stöchiometrische Umrechnungen die Menge oder die Konzentration des gesuchten Stoffes berechnet. Man unterscheidet die verschiedenen Titrationsarten unter drei Gesichtspunkten:

  • nach den Reaktionstypen,
  • nach der Methode der Erkennung des Endpunktes und
  • nach den Titrationsarten (-techniken).


Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Reaktionstypen

 

Endpunktserkennung

 

Titrationsarten

Direkte und indirekte Titration

 

  • Direkte Titration ...
    Probelösung und Reagenzlösung werden unmittelbar miteinander umgesetzt
    • Direkte Titration im engeren Sinne ...
      Die Probelösung wird vorgelegt und mit der Reagenzlösung direkt titriert
    • Inverse Titration ...
      Eine abgemessene Menge an Reagenzlösung mit der Probelösung titriert
  • Indirekte Titration ...
    Der zu untersuchende Stoff wird vor der Titration in einer chemischen Reaktion umgesetzt
    • Rücktitration ...
      Die Probelösung wird mit einem bestimmten Volumen an Reagenzlösung vollständig umgesetzt. Anschließend wird der unverbrauchte Teil der Reagenzlösung durch eine Titration bestimmt.
    • Indirekte Titration im engeren Sinne ...
      Der zu bestimmende Stoff wird in einer chemischen Reaktion zu einem genau festgelegten anderen Stoff umgesetzt, der dann titrimetrisch bestimmt wird
    • Substitutionstitration... Ein zu bestimmender Stoff setzt ("substituiert") zunächst einen anderen Stoff (z.B. Ersatzkation) frei, der dann rücktitriert werden kann.

Spezielle Titrationen

Automatisierte Titration

Die verschiedenen Reaktionstypen und Titrationsarten können im automatisierten Laborreaktorsystem realisiert werden. Ein Laborautomatisierungssystem erfasst mit Hilfe einer geeigneten Sonde (pH-Glaselektrode, Leitfähigkeitssonde, Trübungssonde, Farbsonde...) den Zustand und steuert über eine Dosierpumpe die Zugabe der Reagenzlösung. Die zugegebene Menge wird meist durch automatische Messung der Gewichtsabnahme des Reagenz-Vorlagbehälters ermittelt.

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Titration aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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