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Kupfer(II)-sulfid



Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Kupfer(II)-sulfid
Andere Namen

Covellit, Cuprisulfid, Kupfermonosulfid

Summenformel CuS
CAS-Nummer 1317-40-4
Kurzbeschreibung schwarzer Feststoff
Eigenschaften
Molare Masse 95,61 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 4,6 g·cm−3[1]
Schmelzpunkt 103 °C[1]
Siedepunkt thermische Zersetzung: 220 °C[1]
Löslichkeit

löslich in Ammoniak, konzentrierter Salpetersäure und Cyanid-Lösungen, nicht in Wasser und Ethanol

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
keine Gefahrensymbole
 [1]
R- und S-Sätze R: keine R-Sätze [1]
S: keine S-Sätze [1]
MAK

0,1 mg·m−3 [1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Kupfer(II)-sulfid ist eine chemische Verbindung des Kupfers und Schwefels. Es ist ein schwarzer, spröder Feststoff mit der Verhältnisformel CuS. Trotz dieser Verhältnisformel liegen in der Verbindung nicht nur Cu2+-Ionen vor, sondern sie besteht eus einer Mischung von Cu+- und Cu2+-Ionen. Das genaue Verhältnis ist Cu2ICuII(S2)S[2].

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Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

In der Natur kommt Kupfer(II)-sulfid als das Mineral Covellin vor.

Gewinnung und Darstellung

Kupfer(II)-sulfid wird (im Labor) durch Fällung aus wässriger Lösung dargestellt, beispielsweise durch Einleiten von Schwefelwasserstoff.

\mathrm{Cu^{2+}_{(aq)} + S^{2-} \longrightarrow CuS_{(s)} \downarrow}

Eigenschaften

 

Physikalische Eigenschaften

Kupfer(II)-sulfid ist ein schwarzer, wasserunlöslicher Feststoff, der in der Natur als sulfidisches Kupfererz vorkommt. In feuchter Luft wird das Erz Kupfer(II)-sulfid zu Kupfersulfat oxidiert. In trockener Luft bei Raumtemperatur ist die Verbindung stabil. Wird Kupfer(II)-sulfid unter Luftausschluss erhitzt, zerfällt es zu Kupfer(I)-sulfid und Schwefel:

\mathrm{2 \ CuS \longrightarrow Cu_2S + S}

Das Rösten des Erzes an Luft führt hingegen zu Kupfer(II)-oxid und Schwefeldioxid.

Chemische Eigenschaften

Kupfer(II)-sulfid ist löslich nur in konzentrierten, oxidierenden Säuren. Beispielsweise reagieren 3 mol CuS mit 8 mol konz. Salpetersäure zu Kupfersulfat (3 mol), Stickstoffmonoxid (8 mol) und Wasser (Redoxreaktion). In verdünnten Säuren ist es unlöslich. Im Kationentrenngang wird es daher schon bei pH 4–5 in der Schwefelwasserstoffgruppe ausgefällt, in Salpetersäure gelöst und mit Ammoniakwasser als Kupfertetramminkomplex nachgewiesen (Nachweise für Kationen, Nachweisreaktion).

Verwendung

Kupfer(II)-sulfid wird für fäulnishemmende Anstriche verwendet.

In den 1970er und 1980er Jahren wurde Kupfer(II)-sulfid als Kathodenmaterial in Lithium-Batterien für Herzschrittmacher eingesetzt.

Quellen

  1. a b c d e f g Eintrag zu Kupfer(II)-sulfid in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 3.12.2007 (JavaScript erforderlich)
  2. Holleman-Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie (102. Auflage). Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kupfer(II)-sulfid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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