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Kyanit



Kyanit
Chemismus Al2SiO5
Kristallsystem triklin
Kristallklasse \bar{1}
Farbe verschieden intensiv blau, auch blauviolett, grünlich- bis bräunlichweiß
Strichfarbe weiß
Härte ausgesprochene Anisotropie der Ritzhärte (daher der Name Disthen!):

parallel [001]: 4,5
parallel [010]: 6,5

Dichte 3,53-3,65
Glanz Glas-, Perlmuttglanz
Opazität durchsichtig bis durchscheinend
Bruch fasrig, spröde
Spaltbarkeit vollkommen
Kristallhabitus stängelig, blättrig
häufige Flächen {100}, {010}, {110}, {001}
Zwillingsbildung Berührungszwillinge
Kristalloptik
Brechzahlen nx=1,710-1,713
ny=1,720-1,722
nz=1,727-1,729
Doppelbrechung δ=0,017-0,016
Pleochroismus ___
Optische Orientierung negativ
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 82,5°
Weitere Eigenschaften
Chemisches Verhalten in HF nur schwer löslich
ähnliche Minerale Andalusit, Sillimanit
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus ___
Besondere Kennzeichen starke, sich kreuzende Spaltrisse, Verbiegungen, Serizitisierung

Kyanit oder Cyanit, auch Disthen oder Sapparit genannt, ist ein Aluminium-Silikat-Mineral mit der chemischen Zusammensetzung Al2SiO5, das zu den Inselsilikaten zählt. Es ist eng mit Andalusit und Sillimanit verwandt, kristallisiert aber im triklinem Kristallsystem und hat eine höhere Dichte. Die Härte von Kyanit variiert mit der Orientierung zwischen 5,5 und 7, das Mineral hat eine blaue bis weißgraue Farbe, seine Strichfarbe ist weiß.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Vorkommen

Kyanit findet sich in Form flacher, klingenförmiger Kristalle in metamorphen Gesteinen, die bei hohen Temperaturen und Drucken gebildet wurden. Typisch sind Gneise und Granulite, die aus Sedimenten entstanden sind. Selten tritt er aber auch in Form dunkelblauer Kristalle von Schmuckstein-Qualität in Pegmatiten auf.

  • Tessin/Schweiz
  • Serbien
  • Virginia/USA

Geschichte

Der Name Kyanit stammt aus dem Griechischen und bedeutet „dunkelblau“, der alternative Name Disthen steht für „Zwei Härten“.


Varietäten

Die seltene grüne Varietät wird als Chromkyanit bezeichnet.


Siehe auch: Liste von Mineralen

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kyanit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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