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Leucit



Leucit

Pseudo-Leucit aus Brasilien
Chemismus K[AlSi2O6]
Mineralklasse (nach Strunz) Gerüstsilikate (Tektosilikate), VIII/J.05-10
Kristallsystem Tetragonal (bis 605 °C)
Kristallklasse Tetragonal-bipyramidal, 4 2 2 oder 4/m
Farbe farblos, weiß, grau
Strichfarbe weiß
Mohshärte 5,5 bis 6
Dichte 2,5
Glanz Glasglanz
Opazität durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben bis muschelig
Spaltbarkeit undeutlich
Habitus Trapezoeder-Kristalle, körnige oder massige Aggregate
häufige Kristallflächen ___
Zwillingsbildung ___
Kristalloptik
Brechzahl ___
Doppelbrechung (optische Orientierung) schwach
Pleochroismus ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
___
weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
ähnliche Minerale Nephelin, Sanidin
Radioaktivität
Magnetismus nicht magnetisch
besondere Kennzeichen ___

Leucit (griechisch leukos = hell, weiß) ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Gruppe der Zeolithe und der Mineralklasse der Silikate (und Germanate), genauer der Gerüst-Silikate.

Es kristallisiert zunächst im kubischen Kristallsystem (Hoch-Leucit) und wechselt bei 605 °C ins tetragonale Kristallsystem (Tief-Leucit), ist also dimorph. Leucit bildet überwiegend klar erkennbare, farblose, weiße oder graue Ikositetraeder-Kristalle (früher: Leucitoeder) mit der chemischen Formel K[AlSi2O6].


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Inhaltsverzeichnis

Bildung und Fundorte

Leucit ist ein typisches magmatisches Hochtemperaturmineral und bildet sich bei Erstarrung alkalireicher SiO2-armer Laven. Es ist daher nie zusammen mit Quarz zu finden.

Zu finden ist Leucit unter anderem am Kaiserstuhl und am Laacher See in Deutschland, am Vesuv in Italien und in Arkansas, Maine und Wyoming in den USA.

Verwendung

Leucit dient in einigen Ländern als Rohstoff für Kalium und Aluminium.

Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale

Literatur

  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
  • Paul Ramdohr, Hugo Strunz: Lehrbuch der Mineralogie (16. Aufl.), Ferdinand Enke Verlag (1978), ISBN 3-432-82986-8
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Leucit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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