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Magnesiumphosphat



Strukturformel der Ionen
Mg2+ H+
Allgemeines
Name Magnesiumhydrogenphosphat
Andere Namen · Magnesiumphosphat
· Magnesiumphosphat, sekundär
· Magnesium phosphoricum
· phosphorsaures Magnesia
· englisch: Magnesium hydrogen phosphate
Summenformel MgHPO4·3H2O
CAS-Nummer 7782-75-4
Erscheinungsform feines, weißes Pulver
Eigenschaften
Molmasse 174,34 g/mol
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
 

Magnesiumphosphat, eigentlich Magnesiumhydrogenphosphat (Summenformel: MgHPO4 · 3 H2O), auch phosphorsaures Magnesia genannt, ist ein weißes, kristallines Pulver, das aufgrund seines unedlen Chraktakers in der Natur nicht in reiner Form vorkommt. Der Name Magnesium soll sich von der griechischen Landschaft Magnesia herleiten.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Magnesiumhydrogenphosphat wird industriell aus Natriumphosphat und Magnesiumsulfat-Heptahydrat gewonnen. Es löst sich in Wasser nur schwer, aber in verdünnten Säuren gut. Ab einer Temperatur von 205 Grad Celsius zersetzt es sich unter Abgabe von Wasser und Magnesiumpyrophosphat (Mg2P2O7).

Vorkommen

Im menschlichen Körper

  • Gehirn
  • Zähne
  • Nerven
  • Rückenmark
  • Blutkörperchen
  • Muskeln
  • Knochen

In Lebensmittel

  • In allem grünem Gemüse (Bestandteil des Blattgrüns)
  • Obst (z. B. Bananen)
  • Getreide

Verwendung

Lebensmittelzusatz

Lebensmitteln wird es als Säureregulator und/oder Trennmittel zugesetzt.

Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Bezeichnung E 343 zugelassen.

Alternativmedizin

Schüßler-Salz

Das siebte der Schüßler-Salze „Magnesium phosphoricum D6“ soll nach dem Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler Krämpfe lindern und Schmerzen beruhigen. Als einziges Schüsslersalz-Mittel wird es in heißem Wasser gelöst und schluckweise eingenommen. Aufgrund dieser Einnahme erhielt dieses Mittel im Volksmund den Beinamen „Heiße Sieben“.

Homöopathie

Das homöopathische Arzneimittel „Magnesium phosphoricum (Mag-p)“ ist nur unvollständig von Dr. Henry Clay Allen und Kollegen geprüft und 1889 in Medical Advances veröffentlicht worden. Im Laufe der Zeit wurde es von anderen Homöopathen erweitert. Die Hauptindikationen des homöopathischen Arzneimittel „Magnesium phosphoricum“ sind Nervenschmerzen und Muskelkrämpfe.

Quellen

  • Homöopathisches Repetorium, Deutsche Homöopathie Union (DHU).
  • Carlo Odermatt + Sven Hartmann + Beat Ernst, Homöopathie Arzneimittelbilder, K2-Verlag, 2004, ISBN 3-03722-950-0.
  • Mohinder Singh Jus, Praktische Materia Medica. Arzneimittellehre von A-Z, Homöosana, 2004, ISBN 3906407055.
  • Andrew Lockie, Das große Lexikon der Homöopathie, Dorling Kindersley Verlag, 2000, ISBN 3831000050.

Siehe auch

  • Magnesium
  • Schüßler-Salze
  • Liste homöopathischer Grundsubstanzen
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Magnesiumphosphat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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