Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Monoaminooxidase



Monoaminooxidasen
Synonyme

MAO

EC-Nummer
  • 1.4.3.4
  • 1.4.3.6
CAS-Nummer
  • 9001-66-5
  • 9001-53-0
Kategorie Oxidoreduktase
Reaktionsart Redoxreaktion
Substrate Monoamin + H2O + O2
Produkte Aldehyd + Ammoniak + Wasserstoffperoxid

Die Monoaminooxidasen (MAO) sind mitochondriale Enzyme, die Monoamine durch Desaminierung mit Hilfe von H2O und O2 zu entsprechenden Aldehyden, Ammoniak und Wasserstoffperoxid abbaut.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Man unterscheidet zwischen Monoaminooxidase-A (MAOA) und Monoaminooxidase-B (MAOB)

  • MAO-A baut vorwiegend Catecholamine in der Körperperipherie ab (vor allem Desaminierung von Noradrenalin, aber auch von Serotonin, welches kein Katecholamin darstellt und Nahrungsaminen). Wissenschaftliche Untersuchungen haben einen Zusammenhang zwischen der MAO-A-Konzentration und dem Auftreten von Neophilie nachgewiesen.
  • MAO-B baut vorwiegend Catecholamine im ZNS ab (vor allem Desaminierung von Dopamin) . {Eselsbrücke: B = Brain (engl. für Zentralnervensystem)}

Es gibt natürliche und künstlich synthetisierte Stoffe, die dieses Enzym hemmen und entsprechend Monoaminooxidase-Hemmer (MAOH) genannt werden. Einige Arzneistoffe mit MAOH-Wirkung werden als Antidepressiva verwendet. Der natürliche MAOH Harmalin wird bei verschiedenen südamerikanischen Indianervölkern traditionell genutzt. In der Drogenzubereitung Ayahuasca ermöglicht es die perorale Wirkung des Dimethyltryptamins, welches ohne MAOH durch den First-Pass-Effekt rasch metabolisch deaktiviert würde.

Genetik

Beide MAO sind auf dem kurzen Arm des X- Chromosoms lokalisiert (Genlocus Chr. X p11.4-p11.3).

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Monoaminooxidase aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.