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Natriumdichromat



Strukturformel
Allgemeines
Name Natriumdichromat
Andere Namen
  • Rotes chromsaures Natrium
  • Doppeltchromsaures Natrium
  • Natriumpyrochromat
  • Natriumbichromat
Summenformel Cr2Na2O7
CAS-Nummer 10588-01-9
Kurzbeschreibung orangeroter, hygroskopischer Feststoff
Eigenschaften
Molare Masse 261,97 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 2,52 g·cm−3 [1]
Schmelzpunkt 356,7 °C [1]
Siedepunkt 400 °C (Zersetzung) [1]
Löslichkeit

1,8 kg/l (20 °C) [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
[1]
R- und S-Sätze R: 45-46-60-61-8-21-25-26-34-42/43-48/23-50/53 [1]
S: 53-45-60-61 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Natriumdichromat(VI) (Na2Cr2O7) ist ein Salz der Dichromsäure (H2Cr2O7) und zählt zu den Chromaten.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Reaktionen in wässriger Lösung

Wie fast jedes Salz bildet Natriumdichromat in wässriger Lösung entsprechende Aquakomplexe.

Na2Cr2O7 (s) + H2O (l) → 2 Na+ (aq) + Cr2O72− (aq)

In Lösung stellt sich ein Dichromat-Chromat-Gleichgewicht ein. Da das Chromat-Anion (CrO4) eine starke Base ist, liegt das Anion zum großen Teil als Hydrogenchromat (HCrO4) vor:

Cr2O72− (aq) + H2O (l) ↔ 2 HCrO4 (aq)

Da durch die Autoprotolyse des Wassers immer OH-Ionen und H+-Ionen (bzw. H3O+-Ionen) vorhanden sind stellen sich weitere Gleichgewichtsreaktionen ein:

Cr2O72− (aq) + H+ (aq) ↔ HCr2O7 (aq)
HCrO4 (aq) ↔ CrO42− (aq) + H+ (aq)
HCrO4 (aq) + H+ (aq) ↔ H2CrO4 (aq)
H2CrO4 (aq) ↔ HCr2O7 (aq) + H+ (aq)

Verwendung

Es findet häufige Verwendung in der Metalloberflächenbehandlung. Unter Anderem wird es als Korrosionsschutz auf Flugzeugflügeln verwendet, wo allerdings Natriumdichromat mit Natriumchromat ein Gleichgewichtsverhältnis bildet. Weiterhin wird es in der chemischen Industrie als Oxidationsmittel für organische Syntheseprozesse verwendet.

Sicherheitshinweise

Natriumdichromat ist sehr giftig, brandfördernd und umweltgefährlich. Es kann Krebs erzeugen, vererbbare Schäden verursachen, die Fortpflanzungfähigkeit beeinflussen und das Kind im Mutterleib schädigen. Vor der Arbeit mit Natriumdichromat sollte auf jeden Fall das Sicherheitsdatenblatt zu Rate gezogen und alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g Eintrag zu Natriumdichromat in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 9. November 2007 (JavaScript erforderlich)
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Natriumdichromat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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