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Posnjakit



Posnjakit
Posnjakitkristall aus Špania Dolina (Herrengrund) in der Slowakei
Chemismus Cu4[(OH)6|SO4] · H2O
Mineralklasse Wasserhaltige Sulfate mit fremden Anionen
VI/D.03-10 (nach Strunz)
31.4.1.1 (nach Dana)
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse monoklin-prismatisch 2/m\
Farbe hellblau bis dunkelblau
Strichfarbe blaugrün
Mohshärte 2,5 bis 3
Dichte (g/cm³) 3,4
Glanz Glasglanz
Transparenz durchscheinend
Bruch uneben, spröde
Spaltbarkeit
Habitus kleinste Kristalle oder Plättchen, Krusten
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl α=1,625 β=1,680 γ=1,706
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ = 0,081 ; zweiachsig negativ
Pleochroismus hellblau bis farblos, dunkelblau, grünblau
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten leicht in Säuren und Ammoniak löslich, nicht wasserlöslich
Ähnliche Minerale Langit
Radioaktivität
Magnetismus
Besondere Kennzeichen

Posnjakit ist ein seltenes Mineral aus der Mineralklasse der wasserhaltigen Sulfate. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Formel Cu4[(OH)6|SO4] · H2O und bildet kleine Kristalle, sowie krustige oder plattige Beläge in unterschiedlichen Blautönen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Bildung und Fundorte

Posnjakit bildet sich durch Verwitterung in der Oxidationszone von Kupfererzgängen zusammen mit anderen Kupfermineralen wie Azurit, Brochantit, Chalkopyrit, Langit, Malachit und anderen.

Einige Fundorte sind auf dem Gebiet der Russischen Föderation (Nuratalkinskoje), Slowakei (Špania Dolina) und Deutschland (Wittichen) bekannt.

Geschichte

Posnjakit wurde 1967 nach dem Geochemiker Eugene Valdemar Posnjak (1888-1949) benannt.

Verwendung

Posnjakit war im 15. und 16. Jahrhundert als seltenes Pigment in der Malerei bekannt, wird aber seit dem 19. Jahrhundert synthetisch hergestellt.

Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale, Portal:Geowissenschaften

 
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