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Radikalstarter



Radikalstarter ist der Name für eine bestimmte Gruppe chemischer Verbindungen, die für die chemische Synthese von Nutzen sind. Es sind Initiatoren von radikalischen Reaktionen (siehe auch: Chemische Reaktion), die durch thermolytische (schon ab Raumtemperatur) oder photolytische (λ < 300 nm) Spaltung entstehen. Sie bilden also jene reaktionsfreudigen Radikale, welche die gewünschte radikalische Reaktion (z. B. Polymerisation) „starten“. Bevorzugte Starter sind Azoverbindungen und Peroxide.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Bekannte Beispiele dafür sind Azobisisobutyronitril und Dibenzoylperoxid:

  • AIBN zerfällt in 2 Isobutyronitril -Radikale und ein Stickstoffmolekül.
  • DBPO zerfällt in 2 Benzoylradikale welche zu Phenylradikalen decarboxylieren.

Die Spaltung erfolgt immer an einer Heteroatom-Heteroatom- oder Metall-Kohlenstoff-Bindung, nie an einer C-C-Bindung.

Radikalstarter sind bei der Herstellung vieler Kunststoffe (wie beispielsweise PMMA) unverzichtbar.

Siehe auch

 
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