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Roquésit



Roquésit
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus CuInS2
Mineralklasse Sulfide und Sulfosalze -
II/C.3-40 [1] (nach Strunz)
2.9.1.4 (nach Dana)
Kristallsystem tetragonal
Kristallklasse tetragonal-skalenoedrisch \bar 4\ 2\ m
Farbe bläulich-grau
Strichfarbe
Mohshärte 3,5 bis 4
Dichte (g/cm³)
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch
Spaltbarkeit
Habitus
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus
Besondere Kennzeichen

Roquésit ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Schwefel, Selen, Tellur = 1 : 1. Es kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung CuInS2 [1] und entwickelt nur mikroskopisch sichtbare Kristalle in bläulich-grauer Farbe.

Roquésit ist isotyp mit Chalkopyrit, das heißt die beiden Minerale kristallisieren in der gleichen Kristallstruktur.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Erstmals gefunden und beschrieben wurde Roquésit 1963. Benannt ist es nach dem französischen Geologen Maurice Roques.

Bildung und Fundorte

Roquésit bildet sich hydrothermal zusammen mit anderen Kupfersulfiden und ist oft in kleinen Einschlüsse im Bornit zu finden.

Fundorte sind neben seiner Typlokalität Charrier/Allier in Frankreich unter anderem Akenobe in Japan, Mount Pleasant in Kanada.

Verwendung

Roquésit hat außer als Mineralprobe keine technische Bedeutung. Zur Gewinnung des ansonsten sehr wertvollen Indiums kommt es zu selten vor.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6

Literatur

  • Paul Ramdohr, Hugo Strunz: Lehrbuch der Mineralogie. 16. Auflage. Ferdinand Enke Verlag 1978, ISBN 3-432-82986-8
 
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