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Schering AG



Schering AG
Unternehmensform AG
Gründung 1871
Unternehmenssitz Berlin

Unternehmensleitung

Arthur Higgins, Vorstandsvorsitzender

Mitarbeiter 24658
Umsatz 5,3 Mrd. € (2005)
Produkte Arzneimittel, Pharmazeutika
Website www.schering.de

Die Schering Aktiengesellschaft (gegründet 1871) war ein deutsches, forschendes Pharmaunternehmen mit mehr als 24.000 Mitarbeitern in 160 Tochtergesellschaften weltweit. Der Hauptsitz befand sich in Berlin-Wedding. Der Umsatz des Unternehmens betrug 2005 ca. 5,3 Mrd. Euro. Gründer war Ernst Schering.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Nach der Verschmelzung mit der Bayer AG heißt das neue Unternehmen seit dem 29. Dezember 2006 Bayer Schering Pharma.

Die größten deutschen Produktionsstandorte befinden sich in Bergkamen, Berlin und Weimar (Schering Produktionsgesellschaft).

Die Arbeit der Schering AG konzentriert sich auf folgende vier Geschäftsbereiche:

  • Gynäkologie & Andrologie
  • Spezial-Therapeutika
  • Diagnostika & Radiopharmaka
  • Onkologie

Aktuelles

Im März 2006 hat der deutsche Pharmakonzern Merck KGaA einen Übernahmeversuch gestartet, der Schering-Vorstand lehnte dieses Ansinnen jedoch als „unerwünscht und unzureichend“ ab.[1]

Als Weißer Ritter trat die Bayer AG mit einem Angebot zur Übernahme der Schering AG auf den Plan und bot den Aktionären 86 Euro an. Dieser Wert lag 39 % über dem Kurs vor Bekanntwerden des feindlichen Übernahmeangebotes der Merck KGaA. Schering begrüßte dieses Vorhaben und unterstützte Bayer. Gleichzeitig hat die Merck KGaA Aktien der Schering AG bis zu einem Volumen von ca. 21 % erworben. Mit 25 % Anteil wäre eine sog. Sperrminorität erreicht, mit der Merck die Übernahme durch Bayer hätte erschweren können. Kurz vor Ende der ersten Bieterfrist für die Übernahme lenkte das Merck-Management jedoch ein und übertrug die erworbenen Schering-Anteile für 89 Euro das Stück an Bayer. Auf der Hauptversammlung am 17. Januar 2007 wurde beschlossen, die letzten freien Aktionäre mittels einer Zwangsabfindung aus dem Unternehmen zu drängen, um die Aktie von der Börse zu nehmen. Dies wurde möglich, da Bayer inzwischen mehr als 95 % der Anteile hält. Die Abfindung soll nach Bayers Vorstellungen bei 98,98 € liegen.

Das neue Unternehmen heißt seit dem 29. Dezember 2006 Bayer Schering Pharma.

Schering wurde vor dem Übernahmeangebot durch Merck mit einem Börsenwert von ca. 13 Mrd. Euro bewertet, das initiale Angebot von Bayer bewertete Schering mit insgesamt 16,5 Mrd. Euro. Durch die Aufstockung auf 89 Euro pro Anteilsschein ergibt sich ein Gesamtwert von ca. 17 Mrd. Euro.

Vor der Übernahmeschlacht war der größte Anteilseigner der Versicherungskonzern Allianz AG, der zuletzt 10,85 % der Schering-Papiere hielt. Der Rest der Aktien lag im Streubesitz.

Kritik

Eine Tochterfirma der Schering AG, die Schering Proprietary Limited Boehringer Ingelheim, verklagte im Frühjahr 2001 gemeinsam mit 38 anderen Pharmafirmen die südafrikanische Regierung wegen Verletzung des Patentrechts. Sie hatte 1997 ein Gesetz erlassen, das es erlaubte, AIDS-Patienten mit billigeren Generika-Medikamenten zu versorgen. Weil sich diese Klage zu einem internationalen PR-Desaster für die Pharmaindustrie zu entwickeln drohte, wurde sie am 19. April 2001 zurückgezogen. Aids-Aktivisten hatten den Pharmafirmen vorgeworfen, Profite vor Menschenleben zu stellen.

Quellen

  1. Artikel in der FAZ: Schering lehnt Angebot von Merck ab, 12. März 2006

Koordinaten: 52° 32' 21" N, 13° 22' 2" O

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schering_AG aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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