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Stickstoffhalogenide



  Stickstoffhalogenide sind die Verbindungen des Stickstoff mit Halogenen. Bei den bisher bekannten Vertretern besitzen diese die Zusammensetzung NX3 (mit X = Halogen). Alle Verbindungen besitzen analog zum Ammoniak (NH3) eine pyramidale Struktur mit 3 gleichwertigen Halogenatomen. Außer dem Stickstofftrifluorid sind die Stickstoffhalogenide endotherme Verbindungen, die beim Erhitzen oder teils bei Berührung explodieren. Folgende Stickstoffhalogenide sind bekannt[1]:

Aufsteigend mit dem beteiligten Halogen variieren auch die Stabilität, Farbe und Struktur der Stickstoffhalogenide:

  • das farblose Fluorid und das gelbe Chlorid bilden relativ stabile Einzelmoleküle, die sich erst beim Erhitzen zersetzen,
  • das äußerst instabile, rote Bromid kann sowohl monomere, als auch polymere Modifikationen ausbilden,
  • das hochexplosive Iodid schließlich liegt nur als schwarzes Polymer vor.[2]

Einzelnachweise

  1. H.P. Latscha, H.A. Klein : Anorganische Chemie, 2002, S.312ff, Springer, ISBN 3540429387
  2. J. Jander: Non-Aqueous Solvents for Preparation and Reactions of Nitrogen Halogen Compounds, Pure & Appl. Chem., Vol. 49, pp.67-73, Pergamon, 1977
 
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