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TADDOL



Strukturformel
Allgemeines
Name TADDOL
Andere Namen
  • Seebach-Reagenz
  • (-)-TADDOL
  • (R,R)-TADDOL
Summenformel C31H30O4
CAS-Nummer 93379-48-7
Kurzbeschreibung chirales Reagenz
Eigenschaften
Molare Masse 466.57
Aggregatzustand weisser Feststoff
Dichte unbekannt
Schmelzpunkt 192-195°C[1]
Siedepunkt unbekannt
Löslichkeit

unlöslich in Wasser (20°C), löslich in org. Lösungsmittel

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

R- und S-Sätze R:
S:
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

TADDOLe (systematischer Name: α,α,α´,α´-Tetraaryl-1,3-dioxolan-4,5-dimethanole) sind Deriviate der Weinsäure. In der modernen organischen Synthese dienen sie als chirale Reagenzien zur Durchführung enantioselektiver Reduktionen von Ketonen. Grosse Arbeiten mit diesen Substanzen führte das Team D. Seebach et al 1996 durch, weshalb TADDOL auch als Seebach-Reagenz bekannt ist.


Reaktionen

Mittels eines Komplexes aus je zwei Äquivalenten LiAlH4, Ethanol und TADDOL, lassen sich Arylalkylketone in hohen Ausbeuten zu sekundären Alkoholen reduzieren. Diese Reduktion läuft hoch enantioselektiv und so werden je nach Einsatz des Ketons und Reaktionsbedingungen Enantiomerverhältnisse von bis zu 95:5 erreicht. Mit anschliessendem Kristallisieren in Pentan konnte die Selektivität bis auf 97:3 gesteigert werden, jedoch verringerte sich die Ausbeute dramatisch. [2]

So liefert die Reduktion von Acetophenon mit (R,R)-TADDOL- LiAlH4-Ethanol-Komplex ein Enantiomerenverhältnis von 95(S):5(R) bei einer Ausbeute von 95%.

Grund für die Selektivität ist die sterische Hinderung zwischen dem chiralen Reagenz und dem Substratmolekül. Beim Einsatz von (R,R)-TADDOL entsteht als Produkt der entsprechende (S)-Alkohol.

Quellen

  1. http://www.sigmaaldrich.com/catalog/search/ProductDetail/ALDRICH/265004
  2. D. Seebach et al (1996). In: Croatica Chem. Acta 69, S.459-484
 
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