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Tetrafluorethan



Strukturformel
Allgemeines
Name Tetrafluorethan
Andere Namen 1,1,1,2-Tetrafluorethan, R134a
Summenformel C2H2F4, H2FC-CF3
CAS-Nummer 811-97-2
Kurzbeschreibung farbloses Gas
Eigenschaften
Molmasse 102,04 g/mol
Aggregatzustand gasförmig
Dichte 1,21 g/cm³
Dichte gasf.(15°C/1bar) 4,4 kg/m³
Schmelzpunkt -101 °C
Siedepunkt -26 °C
Dampfdruck 8200 hPa (32 °C)
Löslichkeit  ?
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
R- und S-Sätze

R: ?-?
S: 38

MAK 1000 ml/m³
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Tetrafluorethan (Handelsname: R134a, genau: 1,1,1,2-Tetrafluorethan) ist ein Fluorkohlenwasserstoff (ein Hydrofluoralkan), der als Treib- und Kältemittel und FCKW-Alternative Verwendung findet.


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Inhaltsverzeichnis

Technische Herstellung

Siehe Fluorkohlenwasserstoffe.

Eigenschaften

Tetrafluorethan ist ein farbloses und fast geruchloses Gas, welches durch Druck leicht verflüssigt werden kann. Der kritische Punkt liegt bei 101,15 °C und 41 bar. Es ist für den Menschen ungiftig. Beim Abbau in der Umwelt entsteht durch Photooxidation die sehr persistente Trifluoressigsäure.

Tetrafluorethan hat im Gegensatz zu den FCKW keine zerstörende Wirkung auf die Ozonschicht, ist jedoch ein starkes Treibhausgas. Seine Treibhauswirkung beträgt das 1300fache der gleichen Menge Kohlendioxid (siehe Treibhauspotenzial).

Anwendung

Wegen seiner günstigen Eigenschaften findet es Anwendung in Kältemaschinen, wie beispielsweise Kühlschränken.

Alle heute gängigen Autoklimaanlagen basieren auf R134a als Kältemittel.

Weitere Anwendung findet es als Test/Prüfmittel für optische Rauchmelder.

Es wird unter anderem auch in Kompressorkühlungen und anderen Kühlern genutzt.

Auch ist es ein Hauptbestandteil in Kältesprays aus der Elektronik.

Mittlerweile wird Tetrafluorethan zur Schutzabdeckung von Magnesiumschmelzen verwendet. Hierzu dient in der Regel ein Gasgemisch mit Stickstoff. Das Mischungsverhältnis liegt bei ca. 99,5 - 99,8 % Stickstoff und 0,5 - 0,2 % Tetrafluorethan; je nach Einsatzgebiet. In Verbindung mit Luftfeuchte bildet Tetrafluorethan Fluorwasserstoffsäure, die bei Stahl zu erhöhter Korrosion führt.

Zukunft

Ab 2011 verbietet eine EU-Richtlinie den Einsatz von FKWs mit einem GWP-Wert größer 150 (dazu zählt auch R134a) in Klimaanlagen neuzugelassener Kfz. In Zukunft soll stattdessen das weniger klimawirksame Kohlendioxid zum Einsatz kommen.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Tetrafluorethan aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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