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Wilhelm Fleischmann



Wilhelm Fleischmann (* 31. Dezember 1837 in Erlangen; † 13. Januar 1920 in Göttingen) war Agrikulturchemiker.

Leben

Fleischmann studierte von 1856-60 in Würzburg, Erlangen und München Naturwissenschaften, praktizierte im Liebigschen Laboratorium und wurde 1863 Lehrer der Naturwissenschaften an der Realschule zu Memmingen, wo er auf Anregung Liebigs, die Leitung der dortigen landwirtschaftlichen Versuchsstation übernahm.

1867 als Rektor der Realschule nach Lindau berufen, leitete er dort 1867 - 1872 die wissenschaftlichen Arbeiten an den von Baron Ludwig von Gise ins Leben gerufenen Allgäuer Alpenversuchsstationen, erteilte 1869-74 den theoretischen Unterricht an der Käsereischule Sonthofen im Allgäu und fungierte als landwirtschaftlicher Wanderlehrer für das Land Vorarlberg. Neun Jahre lang war er Vorstand des landwirtschaftlichen Bezirkskomitees Lindau. 1876 wurde er nach Mecklenburg-Schwerin berufen, um dort eine milchwirtschaftliche Versuchsstation und eine Molkereilehranstalt für männliches Personal in Raden bei Lalendorf aufzubauen, und 1882 wurde er zum Professor ernannt. 1885 folgte er einem Ruf als Direktor des landwirtschaftlichen Instituts in Königsberg.

Werke (Auswahl)

  • Landwirtschaftliche Wandervorträge. Lindau 1871
  • Das Swartzsche Aufrahmungsverfahren und dessen Bedeutung für die Magersennerei. 2. Aufl., Bremen 1874
  • Das Molkereiwesen: Ein Buch für Praxis und Wissenschaft. Zugleich als 7. Aufl. von Friedr[ich] Jul[ius] Otto's Lehrbuch der [rationellen Praxis der] landwirthschaftlichen Gewerbe. - Braunschweig: Vieweg, 1875 (ins Russische und Französische übersetzt)
  • Bericht an das königlich preußische Ministerium über den gegenwärtigen Stand der größern milchwirtschaftlichen Unternehmungen und der Molkereischulen in Deutschland. Bremen 1882
  • Die Bereitung von Backsteinkäsen aus Zentrifugenmagermilch. Bremen 1884
  • Lehrbuch der Milchwirtschaft. 5., neubearb. Aufl. Berlin: Parey, 1915, zahlreiche weitere Auflagen.

Literatur

  • Alfred Schuler: Wilhelm Fleischmann, der Begründer der Milchwirtschaftswissenschaft (enthält seine Lebenserinnerungen). Hildesheim: Molkerei-Zeitung 1942
Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
 
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