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Zwischenlager Nord



Das Zwischenlager Nord (ZLN) ist eine kerntechnische Anlage zur Aufbewahrung der bestrahlten Brennelemente aus dem Betrieb der 1990 endgültig abgeschalteten Kernkraftwerke Greifswald (5 Reaktoren) und Rheinsberg (1 Reaktor) sowie zur Zwischen- und Abklinglagerung der beim Rückbau dieser Kernkraftwerke anfallenden radioaktiven Stoffe. Es wird von Energiewerke Nord (EWN) GmbH betrieben. EWN ist auch für den Rückbau der Kernkraftwerke verantwortlich. Das ZLN befindet sich in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks Greifswald.

Am 10. Dezember 1999 wurde der erste Brennelementbehälter vom Typ CASTOR 440/84 eingelagert.

Bis zur Inbetriebnahme des ZLN wurden die Brennelemente aus Greifswald und Rheinsberg im Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente (ZAB) unter Wasser aufbewahrt. Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt der Abschaltung am Standort Greifswald in den Kernkraftwerksblöcken und dem Nasslager ZAB 4802 bestrahlte Brennelemente. Am Standort Rheinsberg waren weitere 246 Brennelemente vorhanden.

Das Zwischenlager ZLN besteht aus acht Hallen. Die Halle 8 ist für die Lagerung von Brennelementen in Castor-Behältern vorgesehen. Ein Teil dieser Brennelemente befindet sich derzeit noch im Nasslager ZAB und soll in den nächsten Jahren vollständig in das Trockenlager ZLN umgelagert werden. In den Hallen 6 und 7 werden Großkomponenten gelagert. Die Hallen 1 - 5 können alle Arten von Gebinden aufnehmen. In der Halle 1 befindet sich die Landessammelstelle für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Siehe auch

Koordinaten: 54° 8' 30" N, 13° 40' 32" O

 
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