'Welt': Lanxess-Arbeitnehmer wollen gegen Sparpaket klagen
Anzeigen
(dpa-AFX) - Der viertgrößte deutsche Chemiekonzern, Lanxess, steuert einem Pressebericht zufolge wenige Wochen vor seinem Börsengang Ende Januar auf einen Arbeitskonflikt zu. Nach Informationen der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) wollen die Arbeitnehmer gegen zentrale Bestandteile des erst im Dezember verkündeten Sparpaketes von 20 Millionen Euro juristisch vorgehen und damit dessen Umsetzung verhindern.
Die Belegschaft wehre sich insbesondere gegen die Kürzungen bei den übertariflichen Leistungen. Dies bestätigten unternehmensnahe Kreise der Zeitung. Der Betriebsrat lehnte der "Welt" gegenüber eine Stellungnahme ab. "Eine juristische Überprüfung durch die Arbeitnehmer ist legitim, ändert aber nichts an dem Beschluß des Vorstandes", sagte ein Lanxess-Sprecher.
Sollte es zu den Klagen kommen, wäre es das erste Mal in der jüngeren Bayer-Geschichte, daß arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen vor den Gerichten ausgetragen würden. Zudem sind laut Zeitung für nächste Woche Protestaktionen geplant.
Bayer will seine Chemie- und Kunststoff-Tochter Lanxess am 31. Januar durch eine Abspaltung ("Spin-Off") an die Börse bringen. Mit sechs Milliarden Euro Umsatz dürfte es einer der größten Börsengänge in Deutschland in diesem Jahr werden.
Meistgelesene News
Weitere News aus dem Ressort Karriere
Holen Sie sich die Chemie-Branche in Ihren Posteingang
Mit dem Absenden des Formulars willigen Sie ein, dass Ihnen die LUMITOS AG den oder die oben ausgewählten Newsletter per E-Mail zusendet. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Die Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch die LUMITOS AG erfolgt auf Basis unserer Datenschutzerklärung. LUMITOS darf Sie zum Zwecke der Werbung oder der Markt- und Meinungsforschung per E-Mail kontaktieren. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen gegenüber der LUMITOS AG, Ernst-Augustin-Str. 2, 12489 Berlin oder per E-Mail unter widerruf@lumitos.com mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Zudem ist in jeder E-Mail ein Link zur Abbestellung des entsprechenden Newsletters enthalten.