Linde will nach BOC-Übernahme reines Gasunternehmen werden

07.03.2006

(dpa-AFX) - Linde will nach der Übernahme des britischen Wettbewerbers BOC ein reines Gasunternehmen werden. Die führende Weltmarktposition bei Industriegasen sei attraktiv, da das Geschäft bei langfristigen Verträgen starke Gewinnmargen aufweise, sagte Linde-Chef Wolfgang Reitzle am Montag in einem konzerneigenen Interview auf der der Homepage des Unternehmens. Zum Gasegeschäft zählt Linde auch den damit verbundenen Anlagenbau.

In welchem Umfang nach der Fusion mit den Briten Stellen abgebaut werden, wollte der Manager nicht sagen. Dafür sei es noch zu früh. Die Übernahme sei aber nicht aus Kostengründen, sondern wegen der "industriellen Logik" verfolgt worden. Von den bis 2009 erwarteten Einsparungen in Höhe von 250 Millionen Euro auf Jahresbasis solle rund die Hälfte in den ersten beiden Jahren nach der Übernahme realisiert werden.

Bei den geplanten Verkäufen von Unternehmensteilen habe Linde keine Eile. Zunächst würden alle Geschäftsfelder des fusionierten Konzerns analysiert. Auch BOC-Aktivitäten stünden auf dem Prüfstand. Die Finanzierung der knapp 12 Milliarden Euro teuren Übernahme sei aber nicht von den Verkäufen abhängig, sagte Reitzle. Es wird erwartet, dass die Wiesbadener die Sparte Material Handling (Gabelstapler) verkaufen werden.

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