Labor-Vakuumsysteme
Auslegung, Optimierung und Maßnahmen für einen stabilen, effizienten Betrieb
Vakuumsysteme sind essentielle Laborinfrastruktur. Sie beeinflussen analytische Stabilität, Anlagenverfügbarkeit, Energieverbrauch, Kontaminationsrisiko und Arbeitsbedingungen. Häufig werden Vorvakuumsysteme pro Instrument ausgelegt statt für den Gesamtaufbau. Das kann Effizienz und Betriebsstabilität verringern. Wichtige Optimierungsmaßnahmen sind abgestimmte Pumpstufen, definierter Vorvakuumdruck, zentrale Vakuumversorgung und Redundanz. Der Fall der Eurofins Umwelt West GmbH veranschaulicht dies: Zehn ölgeschmierte Drehschieberpumpen an GC/MS-Systemen wurden durch zwei trockene Scrollpumpen in redundanter Konfiguration ersetzt. Dadurch sanken der pumpenbezogene Stromverbrauch um 60–70 %, der Klimatisierungsbedarf und der Wartungsaufwand. Zudem entfiel die Ölentsorgung, und die Arbeitsbedingungen verbesserten sich. Zentrale Lösungen sind nicht immer erforderlich, können aber bei mehreren Instrumenten und nicht synchronem Betrieb deutliche Vorteile bieten. Die Vakuumarchitektur sollte daher im Laborbetrieb als strategischer Auslegungsparameter betrachtet werden.
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Labor-Vakuumsysteme
Auslegung, Optimierung und Maßnahmen für einen stabilen, effizienten Betrieb