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Proton (Chemie)



Unter einem Proton versteht man in der Chemie ein fiktives Wasserstoff-Kation (H+). Dieses spielt vor allem beim Säurebegriff nach Brønsted und Lowry eine große Rolle.

Durch Abgabe eines Elektrons würde von einem Wasserstoffatom, welches nur ein Elektron besitzt, theoretisch nur der Atomkern übrig bleiben. Dieser bestünde dann nur noch aus einem Proton im physikalischen Sinne (sowie beim Isotop Deuterium noch einem Neutron). Eine solche Bildung freier Atomkerne ist auf chemischem Weg allerdings nicht möglich. Es muss immer ein Molekül verfügbar sein, welches dieses so genannte Proton übernimmt, so dass dieses die Elektronenhülle des Wasserstoffatoms erhält.

Im Fall einer Brønsted-Säure in einer wässrigen Lösung (H2O) reagiert tatsächlich ein Wassermolekül mit der Säure, dem Protonendonator. Das Wassermolekül übernimmt als Protonenakzeptor das Proton der Säure, welche dabei das Elektron des Wasserstoffatoms/Protons behält. Es entsteht hierbei in wässrigen Lösungen immer das Oxonium-Ion: H3O+ (bzw. H9O4+). Daher wird in Reaktionsgleichungen Oxonium H3O+ oftmals vereinfacht zum Proton H+.

Die Stoffmengenkonzentration von H3O+-Ionen ergibt auch den pH-Wert einer Lösung.

 
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