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12.08.2010: Die Süd-Chemie AG, München, hat sich im 1. Halbjahr 2010 zufriedenstellend entwickelt. Nach einem schwachen Start in das neue Jahr belebte sich das Geschäft des Spezialchemieunternehmens für Katalysatoren und Adsorbentien seit März 2010 insbesondere in den konjunktursensibleren Bereichen spürbar. Entsprechend verbesserte sich der Konzernumsatz im Vergleich zum relativ starken Vorjahreshalbjahr in den ersten sechs Monaten 2010 um 5,7 Prozent auf 576,3 Mio. Euro; im 1. Quartal 2010 lag die Steigerung zum Vorjahreszeitraum noch bei 1,0 Prozent. Das Konzernergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 3,6 Prozent auf 41,7 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 4,2 Prozent auf 74,3 Mio. Euro.
Das Ergebnis profitierte im Berichtszeitraum vor allem von einer nachfragebedingt besseren Anlagenauslastung in nahezu allen Geschäftsbereichen, einem profitableren Produktmix und Kosteneinsparungen; gebremst wurde der Ergebnisanstieg allerdings von dem Wegfall der im Vorjahreshalbjahr erzielten Erträge aus Währungs- und Rohstoffsicherungsgeschäften sowie von steigenden Aufwendungen für die beiden forschungs- und investitionsintensiven Start-Up-Geschäfte der Süd-Chemie, Batteriematerialien (Lithiumeisenphosphat für Lithiumionenbatterien für unter anderem automobile Elektroantriebe) und Biokatalyse (Verfahren zur Herstellung von Cellulose-basiertem Bioethanol der zweiten Generation aus Stroh und anderen Agrarreststoffen).
Die Erholung der Weltchemiemärkte hat sich insgesamt positiv auf die Entwicklung der Süd-Chemie im Geschäftsjahr 2010 ausgewirkt. So stiegen Halbjahressumsatz und -ergebnis (EBIT) in fünf von sechs Geschäftsbereichen zum Teil erheblich. Die Geschäftsbereiche Adsorbentien und Additive, Wasserbehandlung sowie Energie und Umwelt wuchsen beim Umsatz im zweistelligen Prozentbereich und steigerten das Ergebnis sogar überproportional zum Umsatz. Die Geschäftsbereiche Gießereiprodukte und Spezialharze sowie Schutzverpackungen legten beim Umsatz im einstelligen Prozentbereich zu, erzielten aber ebenfalls Ergebniszuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Lediglich der Geschäftsbereich Katalysatoren-Technologie, der sich seit dem schwachen Jahresauftakt zusehends besser entwickelt, lag beim Umsatz und Ergebnis noch unter dem relativ hohen Vorjahresniveau; allerdings stimmen die im Jahresverlauf deutlich verbesserte Umsatzentwicklung und der stark gestiegene Auftragsbestand zuversichtlich, dass der größte und ertragsstärkste Geschäftsbereich seine ehrgeizigen Geschäftsziele für das Gesamtjahr 2010 erreichen wird.
Angesichts des erwarteten Geschäftsverlaufs im 1. Halbjahr und des Auftakts des 2. Halbjahrs 2010 hält das Unternehmen an seiner Geschäftsjahresprognose für 2010 fest. Der Umsatz soll demnach um rund 5 Prozent auf 1,125 Mrd. Euro steigen und das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (EBIT) um 10 Prozent zulegen.
Dr. Günter von Au, Vorstandsvorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG, sagte: „Nach dem sehr starken Schlussmonat 2009 und dem schleppenden Jahresauftakt 2010 sind wir im weiteren Jahresverlauf wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad eingeschwenkt. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr haben wir in den ersten sechs Monaten 2010 Umsatz und Ergebnis verbessert und dabei unsere operative Ertragskraft gesteigert. Angesichts der erfreulichen Geschäfts- und Auftragsentwicklung in den vergangenen vier Monaten sind wir zuversichtlich, unser Wachstumstempo im laufenden Geschäftsjahr noch weiter steigern zu können.“
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