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Neues Helmholtz-Institut zur Erforschung erneuerbarer Energien

12.07.2017

Copyright: HI ERN / Kurt Fuchs

Spatenstich für den Neubau von HI ERN in Erlangen: (v.l.) Forschungsstaatssekretär Stefan Müller, MdB, Staatsministerin Ilse Aigner, MdL, Staatsminister Joachim Herrmann, MdL, Helmholtz-Präsident Prof. Otmar D. Wiestler, Prof. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich, FAU-Präsident Prof. Joachim Hornegger, Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, HI ERN-Direktor Prof. Karl Mayrhofer, Svea Franzke von Gerber Architekten und HI ERN-Gründungsdirektor Prof. Peter Wasserscheid.

Druckbare Photovoltaik und innovative Technologien für Wasserstoff als Energiespeicher: Sie sind Teil der Vision einer klimaneutralen und nachhaltigen Energieversorgung zu akzeptablen Kosten. Die notwendigen Grundlagen, Materialien und Technologien sollen am neuen Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN) erforscht und entwickelt werden. Nun wurde auf dem Gelände der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) der erste Spatenstich für den 32-Millionen-Euro-Neubau gesetzt. Das Forschungszentrum Jülich betreibt das neue Institut als Außenstelle in Kooperation mit der FAU und dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB). Die Partner bündeln hier ihre Expertise in den Bereichen Material-, Energie- und Prozessforschung.

Halbleiterschichten, die sich aus einer "Tinte" aus Silizium-Nanopartikeln ganz einfach, preisgünstig und in großen Mengen foliendünn drucken lassen: Sie sind Grundlage der leistungsfähigen und qualitativ hochwertigen Solarzellen der Zukunft, die im HI ERN entwickelt werden sollen. Um Sonnen- und Windenergien effizienter als bisher nutzen zu können, sind auch erschwingliche und geeignete Energiespeichersysteme erforderlich. Ein vielversprechender Speicher ist Wasserstoff: Die darin gespeicherte Energie lässt sich abgasfrei in Strom umwandeln. Am HI ERN wollen die Wissenschaftler Materialien und Prozesse erforschen und optimieren, die für innovative Wasserstofftechnologien relevant sind, zum Beispiel für effizientere Elektrokatalysatoren oder für Wasserstoffspeicherung in flüssigen, organischen Wasserstoffträgern (Liquid Organic Hydrogen Carrier / LOHC).

"Die Zusammenarbeit von Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen unter einem Dach, eingebettet in die hervorragende Innovationslandschaft Erlangen-Nürnberg, ist die Grundlage für die Entwicklung neuer Technologien insbesondere im Rahmen der Energiewende", sagte Gründungsdirektor Prof. Peter Wasserscheid in seinem Grußwort. Prof. Karl Mayrhofer, ebenfalls Direktor des HI ERN, schloss sich an: "Das neue HI ERN-Gebäude mit seiner exzellenten Infrastruktur wird eine attraktive und inspirierende Heimat für hochmotivierte und kreative Forscher. Darüber hinaus wollen wir hier modernste Forschung auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien für Kollegen und Bevölkerung erfahrbar und erlebbar machen."

Das geplante Institutsgebäude in Erlangen beherbergt Labors und Büros auf rund 3200 Quadratmetern und bietet Raum für rund 110 Mitarbeiter. Im Dezember 2019 soll es fertig sein.

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