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Buchwald gewinnt die Siegfried Medaille der Universität Zürich

31.08.2006

Die Universität Zürich und Siegfried Ltd werden Professor Steven J. Buchwald vom Massachusetts Institute of Technology im September die Siegfried Medaille 2006 verleihen. Buchwald wird damit für seine Leistungen in der Prozesschemie geehrt. Die Arbeiten von Professor Buchwald beeinflussen insbesondere die Synthese von Feinchemikalien und pharmazeutischen Wirkstoffen. Erwähnenswert sind seine Erfolge bei der Entwicklung von kommerziell nutzbaren Liganden für metallkatalysierte Kupplungsreaktionen, bei der Erarbeitung von robusten aufstufbaren Synthesemethoden sowie bei der Aufklärung von Reaktionsmechanismen. Dadurch werden Katalysatormengen minimiert und umweltverträglichere chemische Prozesse ermöglicht.

Auf dem Gebiet des Ligandendesigns ist Buchwald bekannt für die heute kommerziell verfügbare Familie der Biarylphosphine, mit der er eine breite Substrat-/Reagenz-Eignung in Kupplungsreaktionen demonstriert hat. Diese bewegen sich von Arylboronaten und Arylchloriden in der klassischen Suzuki-Miyaura-Reaktion bis zu Ketonen und Nitroarylhaliden in der Synthese von pharmazeutisch wichtigen Indolen. Diese ligandenbasierte Chemie wird von grossen Pharmaunternehmen on-scale eingesetzt, wie beispielsweise beim Antidepressivum MKC-242. Der Einsatz der Metall-Ligandkatalyse onscale ist nur möglich, wenn Kosten-, Sicherheits- und Umweltfaktoren mit mechanistischen Mitteln berücksichtigt werden können. Buchwald ist es gelungen, diese Prozesse insofern zu optimieren, als sie auch mit geringen Katalysatormengen wenig anfällig auf äussere Einflüsse sind und sie sicher und zuverlässig funktionieren. Dieses Leistungsspektrum, vom grundlegenden Reaktionsdesign bis zum optimierten, kommerziell erfolgreichen Prozess beinhaltet auch die API-Prozesschemie.

Die Siegfried Medaille würdigt diese Art von vielschichtiger, wissenschaftlich und sozial verträglicher chemischer Forschung.

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