Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

1,1-Dichlorethen



Strukturformel
Allgemeines
Name 1,1-Dichlorethen
Andere Namen
  • Vinylidendichlorid
  • Vinylidenchlorid
  • 1,1-Dichlorethylen
  • 1,1-Dichlorethen
Summenformel C2H2Cl2
CAS-Nummer 75-35-4
Kurzbeschreibung farblose brennbare stechend riechende Flüssigkeit
Eigenschaften
Molare Masse 96,95 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig
Dichte 1,25 g · cm−3[1]
Schmelzpunkt −122 °C[1]
Siedepunkt 32 °C[1]
Dampfdruck

66000 Pa (20 °C)[1]

Löslichkeit

in Wasser schwer löslich, löslich in org. Lösemitteln

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 12-20-40
S: (2-)7-16-29-36/37-46
MAK

8 mg·m−3 [1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Inhaltsverzeichnis

Gewinnung und Darstellung

Gewinnung aus dem Zwischenprodukt 1,1,1-Trichlorethan (CCl3-CH3), aus dem mit Natronlauge (NaOH) Chlorwasserstoff abgespalten wird. In der freien Natur kommt es nicht vor.

Dieses entsteht durch Reaktion Chlor mit

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

scharf riechende, farblose Flüssigkeit. Unlöslich in Wasser, löslich in Ethanol, Diethylether, Azeton, Benzol, und Chloroform.


Chemische Eigenschaften

Dichlorethen ist leicht brennbar und gehört zur Gruppe der aliphatischen Chlorkohlenwasserstoffe.

Verwendung

Hauptverwendung ist die Polymerisation zu Polyvinylidenchlorid (PVdC), meist als Copolymer mit anderen Monomeren wie Vinylchlorid oder Acrylnitril. (Marken der Produkte: Diophan, Vertan, Diorit, Saran, Saranex) Die Thermoplaste werden zu Folien, Beschichtungen oder Fasern für Spezialgewebe, säurefeste Taue und Borsten weiterverarbeitet. Weiterhin wird es in der Halbleiterproduktion zur Herstellung von hochreinen SiO2 Filmen verwendet.

Biologische Bedeutung

Wirkt auf das Zentralnervensystem und ruft Symptome wie Müdigkeit, Rauschzustände, Krämpfe und bei hohen Konzentrationen Bewusstlosigkeit hervor.

Sicherheitshinweise

Toxikologie, Handhabung, Grenzwerte: MAK: Vinylidenchlorid 20 mg/m³ (Vergleich: 1,2-Dichlorethen 790 mg/m³ )

Einzelnachweise

  1. a b c d e Eintrag zu 1,1-Dichlorethen in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 18.10.2007 (JavaScript erforderlich)

Literatur

  • Beyer, Walter: Lehrbuch der org. Chemie, Hirzel Verlag Stuttgart, 23. Auflage S. 87

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel 1,1-Dichlorethen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.