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Adiabatische Erreichbarkeit



Die adiabatische Erreichbarkeit von Gleichgewichtzuständen ist ein Grundbegriff der phänomenologischen Thermodynamik. Der Zustand Y eines thermodynamischen Systems ist ausgehend vom Zustand X adiabatisch erreichbar, wenn es möglich ist, das System unter Zuhilfenahme einer Apparatur und eines Gewichts so aus dem Zustand X in den Zustand Y zu überführen, dass die Apparatur am Ende des Prozesses in ihren Ausgangszustand X zurückkehrt, während das Gewicht seine Lage im Schwerefeld geändert haben kann. Diese Definition baut auf Überlegungen von Max Planck auf.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die adiabatische Erreichbarkeit bildet die Grundlage für eine axiomatische Formulierung der phänomenologischen Thermodynamik, die im Jahre 1999 von den Physikern Elliott Lieb und Jakob Yngvason vollendet worden ist. Näheres ist in der Originalarbeit The Physics and Mathematics of the Second Law of Thermodynamics[1] zu finden.

Die Lieb-Yngvason-Theorie bietet eine einfache physikalische Interpretation der Entropie als ein Maß für die adiabatische Erreichbarkeit von Gleichgewichtszuständen thermodynamischer Systeme.

Literatur

  1. [1] Elliott H. Lieb, Jakob Yngvason: The Physics and Mathematics of the Second Law of Thermodynamics, Phys. Rep. 310, 1-96 (1999)

2. André Thess, Das Entropieprinzip - Thermodynamik für Unzufriedene, Oldenbourg-Verlag 2007, ISBN 3486584286

3. Was ist Entropie? (Publikationsmanuskript, A. Thess)

 
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