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Chalkogenide



Chalkogenide sind chemische Verbindungen aus einem oder mehreren Chalkogen-Elementen (Schwefel, Selen, Tellur aber nicht Sauerstoff) mit stärker elektropositiven Elementen (Arsen, Germanium, Phosphor, Antimon, Blei, Bor, Aluminium, Gallium, Indium, Titan, Natrium). Chalkogenide sind in der Regel glasartige Materialien - tatsächlich können die meisten von ihnen zwei stabile Phasen ausbilden: amorph und kristallin.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Technische Bedeutung haben Chalkogenide als

  • Optische Gläser für den Infrarotbereich: Die Gläser sind transparent im Spektralbereich von 1-14 Mikrometer Lichtwellenlänge. (Ge33 As12 Se55, Ge30 As13 Se32 Te25, Ge10 As40 Se50, Ge28 Sb12 Se60, As40 Se60)
  • Beschichtung wiederbeschreibbarer optischer Speichermedien: in Form von Legierungen von Chalkogeniden stellt es das aktive Material bei CD-RWs und DVD-RAMs dar. Dabei wird ausgenutzt, dass sich die optischen Eigenschaften der beiden Phasen (amorph, kristallin) unterscheiden und dass sich stabil per Temperatur (Laser) das Material zwischen beiden Phasen hin und herschalten lässt (siehe auch Phase-Change-Technologie).
  • Resistives Element in elektronischem Speicher Phase Change Random Access Memory: ebenfalls in Form von Legierungen von Chalkogeniden stellt es das aktive Material in diesen neuartigen nichtvolatilen Speichern dar. Dabei wird ausgenutzt, dass sich die elektrischen Eigenschaften (Elektrischer Widerstand) der beiden Phasen (amorph, kristallin) unterscheiden und dass sich stabil per Temperatur (Strompuls) das Material zwischen beiden Phasen hin und herschalten lässt.
  • Fotoresist in der Fotolithografie
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chalkogenide aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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