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Chloridazon



Strukturformel
Allgemeines
Name Chloridazon
Andere Namen
  • 5-Amino-4-chlor-2-phenyl-2H-pyridazin-3-on (IUPAC-Name)
  • 4-Amino-5-chlor-1-phenyl-6-pyridazon[1]
  • Pyrazon
Summenformel C10H8ClN3O
CAS-Nummer 1698-60-8
Kurzbeschreibung farbloser, geruchloser Feststoff[2]
Eigenschaften
Molare Masse 221,66 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 1,54 g/cm3[3]
Schmelzpunkt 205-206 °C (Zersetzung)[1]
Siedepunkt -
Dampfdruck

vernachlässigbar[1]

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser (380 mg/l)[4], Ethylacetat (3,7 g/l)[2]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 43-50/53}}}">{{{3}}}}}}">{{{4}}}}}}">{{{5}}}}}}">{{{6}}}}}}">{{{7}}}}}}">{{{8}}}}}}">{{{9}}}}}}">{{{10}}}}}}">{{{11}}}}}}">{{{12}}}}}}">{{{13}}}}}}">{{{14}}}

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LD50

500 mg/kg (oral Ratte)[6]

WGK 2[5]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Chloridazon ist ein selektives Herbizid (Pflanzenschutzmittel) aus der Gruppe der Pyridazin-Derivate, welches zum Beispiel beim Rübenanbau eingesetzt wird. Es wirkt durch Hemmung der Photosynthese und der Hill-Reaktion und wird über die Wurzeln der Pflanzen aufgenommen.[5][7][8]

Da das seit vierzig Jahren eingesetzte Chloridazon (in Form des Abbauproduktes Chloridazon-Desphenyl) im Jahr 2007 im Grundwasser nachgewiesen wurde, verpflichtete sich die chemische Industrie im März 2007 freiwillig, auf den Einsatz in Trinkwasserschutzgebieten zu verzichten.[9][10]

Gewinnung und Darstellung

Chloridazon kann über das Zwischenprodukt Mucochlorsäure hergestellt werden.

Nachweis

Chloridazon kann durch gaschromatographische[11] oder massenspektrometrische[12] Verfahren nachgewiesen werden.

Quellen

  1. ↑ a b c Eintrag zu CAS-Nr. 1698-60-8 in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 17.09.2007 (JavaScript erforderlich)
  2. ↑ a b Datensatz bei Goldchance Industry (englisch)
  3. ↑ Hazardous Substance Data Bank der National Library of Medicine
  4. ↑ Datensatz in Pesticides Database (englisch)
  5. ↑ a b Untersuchungen über Pflanzenschutzmittel in NRW
  6. ↑ Sicherheitsdatenblatt bei Stähler Suisse SA
  7. ↑ Datensatz bei Globachem
  8. ↑ Einsatzhinweise für Herbizide im Rübenanbau
  9. ↑ Presemitteilung beim Bayerischem Landesamt für Gesundheit
  10. ↑ Mitteilung des Referenten für Ökologie der Grünen
  11. ↑ Nachweis laut Bundesinstitut für Risikobewertung
  12. ↑ Massenspektrum von Chloridazon (englisch))
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chloridazon aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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