Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Kaliumhydroxid



Strukturformel
K+ OH
Allgemeines
Name Kaliumhydroxid
Andere Namen
  • Ätzkali
  • Kalihydrat
  • Kaliumoxidhydrat
  • kaustisches Kali
  • Kaliumhydrat
  • calium hydricum
  • calium causticum
  • E 522
Summenformel KOH
CAS-Nummer 1310-58-3
Kurzbeschreibung weißer, hygroskopischer Stoff[1]
Eigenschaften
Molare Masse 56,11 g·mol−1
Aggregatzustand fest[1]
Dichte 2,04 g·cm−3[1]
Schmelzpunkt 360 °C[1]
Siedepunkt 1320 °C[1]
Löslichkeit

gut in Wasser (1120 g/l bei 20 °C)[1] und in 2,5 Teilen Alkohol (Ethanol)

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
[1]
R- und S-Sätze R: 22-35[1]
S: (1/2-)26-36/37/39-45[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Kaliumhydroxid (KOH) bzw. Ätzkali ist eine starke Base. Die wässrige Lösung von Kaliumhydroxid wird Kalilauge genannt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Kaliumhydroxid ist ein weißer, stark hygroskopischer Stoff, der meist als Plätzchen oder Stangen, seltener als Pulver verkauft wird. In Wasser löst es sich unter starker Erwärmung und bildet Kalilauge, im festen Zustand bildet es Mono-, Di- und Tetrahydrate. Mit dem in der Luft enthaltenen Kohlendioxid reagiert es unter Bildung von Kaliumcarbonat.

Synthese

Früher wurde Kaliumhydroxid durch so genannte "Kaustifizierung" von Kaliumcarbonat hergestellt. Dies verläuft nach der Gleichung

\mathrm{K_2CO_3 + Ca(OH)_2 \rightarrow 2\,KOH + CaCO_3 \downarrow}

Heute wird Kaliumhydroxid meist durch wässrige Elektrolyse von Kaliumchlorid und anschließendem Eindampfen der Lösung gewonnen.

Verwendung

Kaliumhydroxid wird in der Waschmittelfabrikation zur Herstellung weicher Seifen (Schmierseifen) und zur Herstellung wasserenthärtenden Kaliumphosphats für flüssige Waschmittel benutzt.

In der Mikrosystemtechnik (MST oder MEMS) wird KOH zum selektiven (anisotropen) Ätzen von einkristallinem Silicium eingesetzt, sowie als Katalysator (z. B. Herstellung von Biodiesel).

In der Lebensmittelindustrie wird es als Säureregulator eingesetzt. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Bezeichnung E 525 ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen.

Ferner wird es zur Herstellung von Kaliumverbindungen, Glas, Farbstoffen, Batterien sowie als Trocknungs- und Absorptionsmittel von Kohlenstoffdioxid (z. B. in Kalipatronen auf U-Booten) verwendet.

Unter anderem kann Kaliumhydroxid unter starker Erwärmung bestimmte Metalle alkalisch-oxidativ aufschließen.

Quelle

  1. a b c d e f g h i Eintrag zu CAS-Nr. 1310-58-3 in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 14. Dez 2007 (JavaScript erforderlich)
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kaliumhydroxid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.