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Lawsonit



Lawsonit
Lawsonit-haltiges Gestein aus der Türkei
Chemismus CaAl2[(OH)2|(Si2O7)] · H2O
Mineralklasse Gruppensilikate (Sorosilikate)
VIII/C.10-10 (nach Strunz)
56.2.3.1 (nach Dana)
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse orthorhombisch-dipyramidal 2/m\ 2/m\ 2/m
Farbe farblos, weiß, blaugrün, blaugrau
Strichfarbe weiß
Mohshärte 6
Dichte (g/cm³) 3,05 bis 3,12
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch spröd
Spaltbarkeit vollkommen nach {001}, {010}
Habitus tafelig oder kurzprismatisch
Häufige Kristallflächen {100}, {010}, {001}, {101}
Zwillingsbildung einfach oder lamellar parallel zu {101}
Kristalloptik
Brechzahl α=1,665 β=1,672-1,676 γ=1,684-1,686
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,019-0,021 ; X = c, Y = a, Z = b ; zweiachsig positiv
Pleochroismus farblos oder blau-gelb-farblos
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 76° bis 87°
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale Zoisit, Klinozoisit
Radioaktivität nein
Magnetismus nein
Besondere Kennzeichen

Lawsonit ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate und der Ordnung der Gruppensilikate (Sorosilikate) mit der chemischen Formel CaAl2[(OH)2|(Si2O7)] · H2O. Durch Substitution kann nur ein kleiner Anteil Al3+ durch Fe2+/3+, Ti4+, Mg2+ und Ca2+ durch Na+ ersetzt werden.

Lawsonit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem und entwickelt meist tafelige oder kurze, prismatische Kristalle die entweder farblos oder weiß, blaugrün beziehungsweise blaugrau gefärbt sein können.

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Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Benannt wurde Lawsonit nach dem schottisch-amerikanischen Geologen Andrew Cowper Lawson (1861-1952).

Bildung und Fundorte

Lawsonit ist ein typisches Mineral der Blauschiefer-Metamorphose (Hochdruck-Niedrigtemperatur) und entsteht aus der Umwandlung von basaltischen und gabbroiden Gesteinen. Daher findet man Lawsonit hauptsächlich in Kollisionsorogenen.

Fundorte sind unter anderem Port Macquarie in Australien, die Alpen in Deutschland, der Apennin und Korsika in Italien, Briançon in Frankreich, Salzburg in Österreich und die Provinz Villa Clara in Kuba.

Morphologie

Meist ist Lawsonit tafelig nach {010} ausgebildet, seltener leicht gestreckt als gedrungenes Prisma. Oft liegt Lawsonit auch xenomorph und als körniges Aggregat vor.

Siehe auch

Literatur

  • Nesse W.D. (2002): Introduction to Mineralogy. Oxford University Press.
  • M. Okrusch, S, Matthes: Mineralogie. 7. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-540-23812-3
  • Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6
 
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