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Lutetiumoxyorthosilikat



Lutetiumoxyorthosilikat (LSO) ist eine Siliciumoxid-Verbindung des Lutetiums.


Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Lutetiumoxyorthosilikat
Andere Namen

LSO

Summenformel Lu2SiO5
CAS-Nummer
Kurzbeschreibung kubisch kristallisierende Verbindung, die in Szintillatoren verwendet wird
Eigenschaften
Molare Masse 458,0165 [g/mol]
Aggregatzustand fest
Dichte 7,4 g/cm3
Schmelzpunkt 2047 °C [1]
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

R- und S-Sätze R:
S:
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Mit Cer dotiert eignet es sich als Szintillatormaterial für den Nachweis von Gammastrahlen. LSO wurde Anfang der 1990er Jahre entwickelt und hat seitdem bei vielen heute erhältlichen Positronen-Emissions-Tomographie-Systemen (PET) die bis dahin verwendeten Szintillatoren Bismutgermanat (BGO) und Gadoliniumorthosilikat (GSO) verdrängt. [1]. Die Brechzahl ist 1,82, der lineare Schwächungskoeffizient µ 0,87 cm-1, die Zeitkonstante für das Abklingen einer Szintillation 40 ns[1]. Die Photofraktion bei Photonen einer Energie von 511keV beträgt 34%. [2] LSO Kristalle haben eine trigonale Kristallstruktur und eine Härte von 5,8 nach Mohs.

Die im Vergleich mit z.B. BGO sehr kurze Zeitkonstante (40 ns vs. 300 ns) ermöglicht bei der Positronen-Emissions-Tomografie kleinere Koinzidenzfenster und damit größere Zählraten als dies bei sonst gleichem Gerätedesign mit BGO möglich ist. Der lineare Schwächungskoeffizient µ ist jedoch geringer als der von BGO (0,87 cm-1 vs. 0,96 cm-1)[1], so dass die Sensitivität für Gammaquanten im Vergleich zu BGO etwas geringer ist.

Einzelnachweise

  1. a b c d Webpage der MTI Corporation
  2. Nuclear Medical Imaging Techniques and Challenges, William W. Moses Lawrence Berkeley National Laboratory Department of Functional Imaging February 9, 2005
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lutetiumoxyorthosilikat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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