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Metallschaum



Als Metallschaum wird ein poröser Schaum aus metallischen Werkstoffen bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Metallschäume haben durch die Poren und Hohlräume bedingt eine sehr geringe Dichte, weisen aber eine beachtliche Steifigkeit und Festigkeit auf. Meist werden Aluminium oder Aluminiumlegierungen geschäumt.

Herstellung

Die Herstellung von Metallschäumen geschieht häufig mittels Metallpulver und einem Metallhydrid, z. B dem Titandihydrid. Beide Pulver werden miteinander vermischt und dann durch Heisspressen oder Strangpressen zu einem Vormaterial verdichtet. Das Vormaterial wird dann auf eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Metalls erhitzt. Dabei setzt das Titandihydrid gasförmigen Wasserstoff frei und schäumt das Gemenge auf.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten Metallschäume herzustellen. Beispielsweise kann man Gas in eine Metallschmelze einblasen, die zuvor durch Zugabe fester Bestandteile schäumbar gemacht wurde. Für Aluminiumlegierungen werden zur Stabilisierung 10-20 Vol.-% Siliziumkarbid oder Aluminiumoxid zugegeben.

Verwendung

Metallische Schäume zeigen ein gutes Energieabsorptionsvermögen und könnten daher als Crashschutzelemente verbaut werden. Denkbar sind aber auch Hitzeschilder, Wärmekapselungen, Filter, Katalysatorträger, schallabsorbierende Verkleidungen oder die Herstellung sehr leichter, ausgeschäumter Walzen für die Druck- oder Papierindustrie.

Literatur

  • H. Dittmar-Ilgen: Wie der Kork-Krümel ans Weinglas kommt; Stuttgart 2006; S. 74: Metalle lernen schwimmen
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Metallschaum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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