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Niningerit



Niningerit
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus (Mg,Fe2+,Mn)S
Mineralklasse Sulfide, Sulfosalze - Metall:Schwefel=1:1
II/C.15-10 (nach Strunz)
2.8.1.6 (nach Dana)
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse kubisch-hexakisoktaedrisch4/m\ \bar 3\ 2/m
Farbe grau
Strichfarbe
Mohshärte 3,5 bis 4
Dichte (g/cm³)
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch
Spaltbarkeit
Habitus mikrokristalline Massen
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität
Magnetismus
Besondere Kennzeichen

Niningerit ist ein sehr selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Schwefel = 1 : 1. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der allgemeinen chemischen Zusammensetzung (Mg,Fe2+,Mn)S und entwickelt mikrokristalline Aggregate von grauer, metallisch glänzender Farbe. Bisher wurde Niningerit nur in Chondrit-Meteoriten gefunden.

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Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Erstmals gefunden und beschrieben wurde Niningerit 1967 im Indarch Meteoriten in der Autonomen Republik Nachitschewan in Aserbaidschan aufgeschlagenen Enstatit-Chondriten. Als Mineral von der IMA anerkannt wurde es noch im Jahr der Entdeckung.

Benannt wurde es zu Ehren des Meteoritenforschers Harvey Harlow Nininger (1887-1986).

Bildung und Fundorte

Niningerit bildet sich metamorph in Enstatit-Chondriten zusammen mit Kamacit und Troilit.

Gefunden wurde es neben dem genannten Indarch Meteoriten auch in verschiedenen weiteren Meteoriten, so im Mondmeteorit aus der Antarktis, im Kaidun Meteorit aus dem Jemen, im Adhi-Kot Meteorit aus Punjap (Pakistan), im St. Mark's Meteorit aus Südafrika, sowie im Shallowater Meteorit aus Texas. Im Meteoriten-Gestein des Mondes, das die Apollo 15-Mission zur Erde brachte, wurde ebenfalls Niningerit entdeckt.

Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale, Portal:Geowissenschaften

Literatur

  • Prof. Dr. Martin Okrusch, Prof. Dr. Siegried Matthes: Mineralogie. 7. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-540-23812-3
  • Dr. S. Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6
 
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