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Peroxomonoschwefelsäure



Strukturformel
Allgemeines
Name Peroxomonoschwefelsäure
Andere Namen

Peroxoschwefelsäure, Sulfomonopersäure, Peroxy-Monoschwefelsäure, Carosche Säure

Summenformel H2SO5
CAS-Nummer 7722-86-3 [1]
Kurzbeschreibung farblose, hygroskopische Kristalle
Eigenschaften
Molare Masse 114,09 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt Zersetzung: 45 °C
Siedepunkt nicht zutreffend
Löslichkeit

unbegrenzt löslich in Wasser unter starker Wärmeentwicklung

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
R- und S-Sätze R: 35-37
S: 26-30-36/37/39-45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Peroxomonoschwefelsäure (auch Peroxoschwefelsäure, Peroxy-Monoschwefelsäure oder Carosche Säure) ist eine Oxosäure des Schwefels. Ihre Salze heißen Peroxomonosulfate, z. B. Kaliumperoxomonosulfat (KHSO5). Die farblosen wässrigen Lösungen der Peroxomonoschwefelsäure werden Knabberwasser, Piranhasäure oder Piranha-Lösung genannt. Beim Lösen in Wasser wird in einer Gleichgewichtsreaktion Wasserstoffperoxid (H2O2) freigesetzt:

\mathrm{H_2SO_5 \ + \ H_2O \ \rightleftharpoons \ H_2SO_4 \ + \ H_2O_2}

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Peroxomonoschwefelsäure wirkt stark oxidierend und wird als Reinigungs- und Bleichmittel verwendet. Der Chemiker Heinrich Caro stellte sie erstmal dar und beschrieb sie 1898.

Herstellung

Eine Synthese kann durch Umsetzung von Chlorsulfonsäure (ClSO3H) mit Wasserstoffperoxid erfolgen:

\mathrm{H_2O_2 \ + \ ClSO_3H \longrightarrow \ H_2SO_5 \ + \ HCl}

Bei weiterer Umsetzung mit Chlorsulfonsäure bildet sich Peroxodischwefelsäure.

Peroxomonoschwefelsäure als wässrige Lösung ist schon unter Normalbedingungen instabil und wird daher zur Verwendung stets neu hergestellt. Hierfür wird zu einer 30%en Wasserstoffperoxidlösung konzentrierte Schwefelsäure im Volumenverhältnis 1:1, zum Teil auch 1:2, zugegeben (Vorsicht: Hitzeentwicklung).

Carosche Säure wird von Chemikern gelegentlich zur Reinigung von Glasfritten etc. verwendet. Dabei dürfen unter keinen Umständen organische Lösungsmittel wie z.B. Aceton zugesetzt werden, da dies zu schweren Explosionen führen kann.


Einzelnachweise

  1. Gefahrstoffdatenbank der Länder: http://www.gefahrstoff-info.de/. 31. Mär. 2007
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Peroxomonoschwefelsäure aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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