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Schmierverfahren



Schmierverfahren werden angewendet um den Schmierstoff in der richtig dosierten Menge zur richtigen Zeit an die Reibstelle zu fördern und ihn gegebenenfalls wieder abzuleiten.

Schmierverfahren können nach verschiedenen Kriterien eingeteilt werden.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Verbrauchsschmierung

Verbrauchschmierung bezeichnet das ausschließliche Zuführen von Schmierstoff zur Schmierstelle. Die Zuführung kann manuell, halbautomatisch oder automatisch erfolgen. Nach dem Gebrauch wird der Schmierstoff sofern er noch vorhanden ist ausgetauscht oder er wird mit frischem aufgefüllt.

Beispiel: Einstreichen von Gleitflächen mit Schmierfett, Ölen von Gelenken mit der Ölkanne, Zweitaktmotor

Umlaufschmierung

Umlaufschmierung bezeichnet einen Schmierstoffkreislauf. Er besteht aus dem Reservoir (z.B. Ölwanne), der Zuführung zur Reibstelle und der Rückführung. Es kann auch noch eine Schmierstoffaufbereitung (z.B. Ölfilter) zwischengeschaltet sein.

Umlaufschmierungen benötigen durch die Wiederverwendung weniger Schmierstoff. Durch das geschlossenene System gelangt kein (bzw. nur sehr wenig) Schmierstoff in die Umwelt.

Umlaufschmierung wird meistens mit Schmieröl realisiert. Das bekannteste Beispiel ist der Viertakt-Verbrennungsmotor.

Lebensdauerschmierung

Unter Lebensdauerschmierung versteht man das einmalige Ausstatten einer Reibstelle mit Schmierstoff, der bis zum Ende der Benutzung nicht ausgetauscht oder erneuert wird.

Sie wird häufig bei Wälzlagern angewendet, findet aber beispielsweise auch bei Linearführungen Ihren Einsatz. Diese Systeme werden bei der Herstellung mit einer Schmierfettfüllung versehen, die durch Dichtringe im Lager bzw. in der Führung gehalten werden.

Nach Schmierstellenzahl

Einzelschmierung

Einzelschmierung wird angewendet wenn nur eine Schmierstelle vorliegt, eine Zentralschmieranlage zu aufwändig ist oder die Schmierstellen von einer Zentralschmieranlage nicht erreicht werden können.

Manuelle Einzelschmierung

  Manuelle Einzelschmierung ist immer eine Verbrauchsschmierung.

Stichwörter: Auftragen von Hand, Pinsel, Spachtel, Ölkanne, Fettpresse, Schmiernippel, Staufferbüchse

Halbautomatische Einzelschmierung

Fettkastenschmierung, Dochtöler, Tropföler, Stiftöler

Automatische Einzelschmierung

Stichworte: Tauchschmierung, Spritz+Sprühschmierung

Zentralschmierung

Zentralschmieranlagen bieten sich an, wenn mehrere Schmierstellen versorgt werden müssen.
Ein Vorteil besteht in der Verringerung des Wartungsaufwandes. Durch die regelmäßige Schmierung und richtige Dosierung verringert sich der Schmierstoffverbrauch und der Verschleiß.

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schmierverfahren aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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