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Sprengkapsel



   

Sprengkapseln sind relativ kleine Sprengsätze, die zum Zünden weniger sensibler Sprengstoffe verwendet werden. Wird eine Sprengkapsel mit Sprengstoff verbunden so spricht man von einer Schlagladung. Als Ladung werden kleine Mengen brisanter Sprengstoffe verwendet, die schon durch geringe thermische oder mechanische Belastung zur Detonation gebracht werden können (Initialsprengstoff). Diese Ladung besteht aus einer Primärladung, im Regelfall Bleiazid, und einer Sekundärladung, Tetryl oder Nitropenta.

Sprengkapseln werden sowohl in elektrischen Sprengzündern als auch in nicht-elektrischen oder elektronischen Zündmitteln verwendet.

Durch die Druckwelle, die bei der Detonation des Initialsprengstoffs in der Sprengkapsel entsteht, wird die Detonation der Hauptsprengladung verursacht. Bei sehr unempfindlichen Sprengstoffen wie gegossenem TNT oder ANC-Sprengstoffen wird eine Verstärkerladung aus empfindlicherem Sprengstoff benötigt, um die Hauptladung sicher zu zünden.

Früher wurden Sprengkapseln mit sogenannten Anwürgezangen auf elektrisch zündbare Brennmomentzünder angewürgt. Damit hatten sie die gleiche Funktion wie Sprengzünder heute.

Zudem werden auch heute noch die Sprengkapseln mit angewürgter Sicherheitanzündschnur verwendet, um sogenannte Wurfladungen zum Eissprengen oder Schneefeldsprengen zu erstellen. Damit ist das ein nichtelektrisches Zündverfahren.

 
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