Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Stein



  Stein ist ein kompaktes Objekt aus einem Mineral oder Gestein. Kleine Steine nennt man Kies, Schotter oder Sand.

Im Unterschied zum Fels haben sie keinen festen Kontakt mehr zu der Gesteinseinheit, der sie ursprünglich angehört haben, unabhängig davon, ob noch am originalen Platz liegen (in situ) oder nicht (disloziert).

Umgangssprachlich verwendet man „Stein“ für ein Gestein, also für eine feste, im Laufe der Erdgeschichte entstandene mineralische Masse. Dafür werden Steine auch gern „Fels“, „Felsbrocken“ genannt. Altertümlich (in Orts- und Flurnamen) und im Dialekt steht „Stein“ meist für Fels (siehe dort).

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Geowissenschaften

  Die Geologie und Petrologie (Lehre der Gesteine) bezeichnet man genauer:

  • Silt oder Schluff unter 0,02 mm
  • Sand sind Steine unter 2 mm
  • Schutt und Geröll (Blockschutt), freiliegende Steine größer als 2 mm als Gesteinsbruch
  • Geschiebe, Steine im Strombett der Gewässer, auch in fossilen, nicht mehr bewegten Abschnitten, etwa als Gesteinseinheit in einer Sedimentfolge
  • Lesestein, das sind die Steine des Bodens (der Pedosphäre)
  • Findlinge, das sind von Gletschern verschleppte Steine, unabhängig ob freiliegend oder in der Tiefe
  • Inklusion, Steine, die in anderem Gestein eingebacken sind, etwa bei Konglomerat (Rundlinge) und Breccie (kantig)
  • Schmuckstein (Edelstein), besondere Steine, meist mehr oder minder reine Mineralien, selten Gestein
  • Geode, ein Stein, der sich im Gestein in Hohlräumen bilden (und oft noch innen Hohlräume mit Kristellen aufweisen)
  • Oolith (Erbsenstein oder Rogenstein), ein Stein, der durch Wellenbildung entstehen

Felsen gibt es nicht nur auf der Erde, sondern auch auf dem Mond, den drei terrestrischen Planeten und den meisten Asteroiden. Weitere Steinbrocken finden sich im Sonnensystem als Meteoriten und als Partikel der Planetenringe. Im weitesten Sinne sind alle Himmelskörper, die keinerlei eigene Tektonik aufweisen, Steine, also noch der Mond, nicht aber die Erde mit ihren heißen, hochaktiven Kern oder die Gasplaneten.

Bauwesen

    Im Bauwesen unterscheidet man prinzipiell:

  • Rundstein, Rundling, wenn er schon im Geschiebe der Flüsse abgestoßen ist, oder maschinell durch Rollieren
  • Bruchstein, der aus den Gestein gebrochen ist, ob natürlich oder im Steinbruch
  • Gebrochene Mineralstoffe, das sind künstlich zerkleinerte Steine

Nach der Größe (Sieblinie) unterscheidet man in:

  • Gesteinsmehl, Steine unter 0,063 mm
  • Sand unter 2 mm, als Bruchsand oder Rundsand
  • Kies (Rundstein) und Splitt (Bruchstein) mit Korngrößen von 2 bis 32 mm
  • Schotter, Geröllablagerungen oder gebrochene Mineralstoffe mit einer Korngröße zwischen 32 und 63 mm, Rundmaterial dieser Größe heisst Grobkies
  • Schroppen, Material über 63 mm, Felszersatz bis zur maximal transportierbaren Größe

Nach der Verwendung unterscheidet man:

  • Naturstein: das sind Steine beliebigen Formats natürlicher Herkunft, als Mauerstein, Pflasterstein, Steinplatte, usw.
  • Werkstein:
  • Haustein: Das sind die vom Steinmetz oder Steinbildhauer in Handarbeit bearbeiteten Rohsteine

Gesteinskörnung ist der Zuschlag für Beton oder Asphalt mit diversen Korngrößen, Rollsplitt ist zum nachträglichen Einwalzen in Asphalt.

Daneben existieren etliche Fachnamen für spezielle Formate diverser Zwecke.

Einige interessante Steine

 

  • Ayers Rock, der größte freiliegende Stein der Welt
  • Externsteine im Teutoburger Wald, Felsnadeln mit aufliegenden Steinen
  • Goldener Fels, ein vergoldetes buddistisches Heiligtum in Birma
  • Stiefel, ein Fels mit einem Stein darauf
  • Blockheide im Waldviertel
  • Wachsender Felsen bei Landau an der Isar

Siehe auch

  • Findling
  • Wackelstein, Vollsackverwitterung
  • Erdpyramide, Hoodoo, die Verwitterungsäulen mit Deckstein
  • Steinsetzung, Dolmen, Hünengrab, Menhir, Steinwerke der Frühmenschen

Siehe auch

  • Konkrement: Gallenstein, Blasenstein, Rhinolith (Nasenstein) – Steinbildungen in der Medizin
  • Sinter: Kesselstein, Urinstein, Weinstein – chemische Ausfällungen
  • Lithops, lebender Stein
  Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Stein aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.