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Thoriumdioxid



Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Thoriumdioxid
Andere Namen

Thorium(IV)-oxid

Summenformel ThO2
CAS-Nummer 1314-20-1
Kurzbeschreibung schweres weißes kristallines Pulver
Eigenschaften
Molare Masse 264,04 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 10 g·cm−3[1]
Schmelzpunkt 3.390 °C[1]
Siedepunkt 4.400 °C[1]
Löslichkeit

In Wasser unlöslich

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
[2]
R- und S-Sätze R: 45-23/24/25-33[2]
S: 53-36/37/39-45[2]
LD50

400 mg·kg−1[3] (Maus, oral)

Radioaktivität
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Radioaktiv
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Thoriumdioxid ist das einzig stabile Oxid des radioaktiven Elements und Actinoids Thorium. In der Natur kommt die Verbindung als Mineral Thorianit vor.

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Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Thoriumdioxid kann durch Oxidation von Thorium und nachfolgender Reinigung (Befreiung von Thoriumresten) hergestellt werden.

Eigenschaften

Thoriumdioxid ist ein geruchloses, weißes Pulver. Das Mineral Thorianit kristallisiert Kubisch und besitzt ein Fluoritgitter. Das ThO2 hat den höchsten Schmelzpunkt unter allen Oxiden, weist eine hohe Lichtbrechung auf und besitzt eine hohe Dichte von 9,86 g·cm−3. Die Wasserlöslichkeit von Thoriumdioxid ist extrem gering. Erst im stark sauren pH-Bereich unter pH = 4 steigt die Löslichkeit leicht an.

Anwendungen

Thoriumdioxid wird als Zusatz in optischen Gläsern genutzt, um die Lichtbrechung zu erhöhen. Früher war es ein Bestandteil von Glühstrümpfen. Weiterhin enthalten Wolframelektroden zu 2 bis 3 % Thoriumdioxid, um beim Elektroschweißen den elektrischen Funken zu stabilisieren. Aufgrund der Radioaktivität des Thoriums wird die zivile Anwendung eingeschränkt. Thoriumdioxid wird auch als Brutmaterial in Kernreaktoren genutzt.

Gefahren

Thoriumdioxid wirkt reizend auf Haut und Augen. Bei Verletzungen kann es in den Körper gelangen und toxisch wirken. Beim Einatmen und Verschlucken ist es sehr giftig. Der extrem langlebige Stoff erhöht das Krebsrisiko.[3] Das Röntgenkontrastmittel Thorotrast, welches zum Hervorheben von bestimmten Details in Röntgenbildern bis Ende der 1940er Jahre diente, wurde aufgrund des Krebsrisikos nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr eingesetzt.

Quellen

  1. a b c Thoriumdioxid bei webelements.com
  2. a b c Thoriumdioxid bei sigma-aldrich
  3. a b BOC Edwards Sicherheitsdatenblatt
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Thoriumdioxid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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