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Trichlormethylsilan



Strukturformel
Allgemeines
Name Trichlormethylsilan
Andere Namen
  • Methyltrichlorsilan
  • Methylsilyltrichloride
  • Methylsilicontrichlorid
Summenformel CH3Cl3Si
CAS-Nummer 75-79-6
Kurzbeschreibung leichtentzündliche, klare, farblose Flüssigkeit mit stechendem Geruch
Eigenschaften
Molare Masse 149,5 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig
Dichte 1,29 g·cm−3 (20°C)[1]
Schmelzpunkt −90 °C[1]
Siedepunkt 66 °C[1]
Dampfdruck

17,9 kPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

reagiert mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 11-14-36/37/38
S: (2-)26-39
LD50

1620 µl/kg (oral, Ratte)

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Trichlormethylsilan ist eine farblose, klare Flüssigkeit mit stechendem Geruch. Es gehört zur Gruppe der halogenierten Silane und ist eine wichtige Basischemikalie in der organisch-chemischen Synthese, besonders in der Schutzgruppenchemie.


Inhaltsverzeichnis

Gewinnung und Darstellung

Trichlormethylsilan wird gemeinsam mit Dichlordimethylsilan und Chlortrimethylsilan über die Müller-Rochow-Synthese hergestellt. Dabei reagiert gepulvertes Silicium mit Chlormethan bei 350 °C in Gegenwart von gepulvertem Kupfer und Kupferoxid als Katalysator zunächst zu Dichlordimethylsilan, das unter den Reaktionsbedingungen zu Chlortrimethylsilan und Trichlormethylsilan disproportioniert:


Das Produktgemisch kann aufgrund der unterschiedlichen Siedepunkte seiner Komponenten destillativ getrennt werden. Spuren von Chlorwasserstoff, der evtl. durch Hydrolyse im Chlortrimethylsilan vorhanden ist, können durch Destillation unter Zusatz von wenig Chinolin entfernt werden.

Verwendung

Trichlormethylsilan ist ein Rohstoff für die Produktion von pyrogenen Kieselsäuren und hochreinem Siliciumkarbids.

CH3SiCl3 → SiC + 3 HCl + H2 (bei 1110 bis 1900 °C)

Sicherheitshinweise

Da die Dämpfe schwerer als Luft sind, können sich am Boden explosive Gemische bilden. Bei Kontakt mit Wasser und Luftfeuchtigkeit bildet sich Salzsäure, die zu Verätzungen führen kann.

Quellen

  1. a b c d e Eintrag zu Trichlormethylsilan in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 6.10.2007 (JavaScript erforderlich)
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Trichlormethylsilan aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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